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	<title>Der Hotel-Test Archive - Cost&amp;Logis</title>
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	<description>Hotellerie für Profis</description>
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	<title>Der Hotel-Test Archive - Cost&amp;Logis</title>
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		<title>Nicht perfekt, dafür vollkommen</title>
		<link>https://cost-logis.de/2026/04/16/nicht-perfekt-dafuer-vollkommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Riemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 10:13:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://cost-logis.de/2026/04/16/nicht-perfekt-dafuer-vollkommen/">Nicht perfekt, dafür vollkommen</a> erschien zuerst auf <a href="https://cost-logis.de">Cost&amp;Logis</a>.</p>
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<p>Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum</p>


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</div>


<p>Nein, auf dem Weg liegt Elmau nicht. Wer hier zu nächtigen gedenkt, muss diesen abseits viel befahrener Straßen gelegenen Ort gezielt ansteuern. Und dennoch ist Elmau, nicht zuletzt dank zwei ausgetragener G-7-Gipfel und begleitender Medienpräsenz eines der bekanntesten Luxushotels in Deutschland. Bei der langen Liste an Hotelkooperationen und -organisationen, die Schloß Elmau auf seinen Seiten im Internet ausweist – von Leading Hotels of the World über die Fines Hotels &amp; Resorts Collection von American Express, Select, Andrew Harper und Virtuoso bis hin zu 101 Beste und letztlich auch hotelstars.eu –, darf ruhig die Frage gestellt werden, wer sich hier mit wem schmückt.&nbsp;</p>



<p>Die Geschichten um Schloß Elmau sind geprägt durch den Inhaber, der wohl alles ist, nur kein typischer Hotelier. Dass sich ein solcher Ort mit 147 Gästezimmern und Suiten auch hinreichend zu füllen vermag, dazu trägt unter anderem die hauseigene Konzertagentur bei, die mit jährlich rund 200 Konzerten ein erstaunliches kulturelles Programm bietet. Auch das vielfältige Angebot an Spa und Fine Dining leistet seinen Beitrag dafür, Gäste anzuziehen – von der umgebenden Natur ganz zu schweigen. Doch Musik hören, Baden, Essen und Wandern kann man auch andernorts. Wir wollten wissen, wie sich das reine Zimmerprodukt des als „Ultra Luxury Retreat“ beworbenen Gebäudekomplexes bewährt, das etwas abseits vom Haupthaus liegt. Der Betreiber verspricht nicht weniger als die Möglichkeit einer spirituellen Ruhepause, eines Rückzugs aus gewohnter Umgebung, wenn man Retreat übersetzt.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
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</div>


<p class="has-text-align-left"><br><strong>Zimmer</strong></p>



<p>Zur Wahl stehen für die besagte Ruhepause ausschließlich große Suiten und Appartements, die getestete Suite umfasste 60 Quadratmeter. Da kommt schon mal keine Platzangst auf. Die Zimmeraufteilung und -ausstattung ist genial gelöst, aber nicht unmittelbar selbsterklärend. Zunächst muss man sich von der atemberaubenden Aussicht erholen, die einen beim Betreten erwartet und durch das annähernd 18 Quadratmeter große Fenster einen Blick auf den Hausberg bietet. Zwar ist dies das einzige Fenster, mit großer Tür zum Balkon, doch ausreichend, um alle fünf Zimmerbereiche mit Tageslicht zu versorgen. Und vier von diesen, jetzt kommt das Geniale, liegen hinter dem 37 Quadratmeter großen Hauptraum, in dem Bett, Schreibtisch und Mobiliar zum Entspannen geboten werden. </p>



<p>Das Tageslicht findet seinen Weg in diese hinteren Räume, da hier links und rechts des Bettes jeweils eine Tür in Flur und begehbare Ankleide führen und über dem Bett zwei weitere Fensterläden den Raum zum Bad öffnen, das wiederum mit Ankleide und Flur durch Türen verbunden ist. Flur, Ankleide, Bad und Toilette sind also für sich untereinander nutzbar, ohne die Ruhe im Hauptraum zu stören. Bei Bedarf mit geöffneten Türen und Innenfenstern vermag das Licht dann selbst die separate, hinter der Ankleide liegende Toilette erreichen und aus fünf Zimmerteilen so eine harmonische, gefühlt offene Einheit bilden. Auch sonst war es ruhig, wenn man vom kleinen Bach unterhalb des Retreat absieht, der auch nachts sein säuselndes Rauschen in die Zimmer trug. Aber gerade, wenn die Umgebung besonders ruhig ist, steigt die Sensibilität für Geräusche. Doch da war – nichts. Die Räumlichkeiten hinter dem Hauptraum mit Bett mögen als Geräuschpuffer sicherlich einen zusätzlichen Beitrag leisten, doch offenkundig wurde beim Bau auf Schallisolierung geachtet. Die Raumausstattung, die sich auf wenige Elemente beschränkt, glänzt durch Zurückhaltung. Drehschalter im Bakelit-Stil für das Licht mit schlichtem An und Aus sowie eine einfach zu bedienende Klimalage reduzieren die heute sonst üblicherweise zwingend gewordene technische Affinität von Gästen, um ein Hotelzimmer nutzen zu können, auf null. Auch der Verzicht auf Tablets &amp; Co. machen diese Suite bis auf Telefon und TV-Bildschirm zu einem analogen Erlebnis. Ankommen und Abschalten. Ruhige Farben, wertige Ausstattung und auf Entspannung ausgelegtes Mobiliar geben dem Gast die Möglichkeit zum Rückzug seiner selbst mit dem Einzug in diese Suite. Zehn Jahre Nutzungszeit seit der Eröffnung 2015 gehen auch an einem solchen Zimmerprodukt nicht spurlos vorüber. Doch noch besteht kein Handlungsdruck, aber eine mögliche Renovierung sollte im Auge behalten werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png" alt="" class="wp-image-14217" style="width:300px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-150x33.png 150w" sizes="(max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>


<div class="wp-block-image">
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</div>


<p><br><strong>Bett</strong></p>



<p>Mit dem Format 180/210 Zentimeter ist die Schlafstätte zentraler Ort im Raum. Auch die Zudecken bieten mit 140/210 Zentimetern Komfortgröße. Neben zwei Kopfkissen pro Seite kommt ein dünner Topper aus Schaum auf den zweigeteilten und zirka 18 Zentimeter hohen Matratzen (deren Bezüge leider zum Waschen nicht abnehmbar waren) zum Einsatz. Das vorab gewünschte, zusätzliche Nackenstützkissen lag als Latexkissen bereit und ein nachträglich, zusätzlich bestellter weiterer Topper, der mit Daunenfüllung geliefert wurde, rundeten das Angebot zum Schlafen ab. Das ist ordentlich, doch „Ultra Luxury“ weckt dann doch andere Erwartungen. Es ist schon richtig, dass Schlafkomfort und die Festigkeiten von Matratzen höchst unterschiedlich empfunden werden. Was dem Einen zu weich, ist dem Anderen zu fest. Wie könnte man es da allen Gästen recht machen? Man könnte! So gibt es Unterfederungen, die individuell und stufenlos verstellbar sind. Aus dem Liegen heraus. Damit kann zum einen die Federung, als Unterbau der Matratze, fester und weicher gestellt werden, was sich unmittelbar auf den Liegekomfort auswirkt. Und zum anderen gibt es die verstellbare Liegeflächen für Kopf, Oberkörper, Oberschenkel und Füße, womit auch aus dem Bett eine entspannende, gesundheitsfördernde Wohlfühloase werden kann. Da ist also noch deutlich Luft nach oben.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten.png" alt="" class="wp-image-14215" style="width:300px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>


<div class="wp-block-image">
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</div>


<p><br><strong>Bad</strong></p>



<p>Bei Bädern gibt es neben der meist fensterlosen Variante zunehmend jene, in denen bis auf die Toilette die Dusche und Wanne sowie der Waschtisch im Raum integriert sind – ein offenes Bad sozusagen. Hat Vorteile, da das Bad dadurch größer wirkt, Platz gespart wird und natürliches Licht zur Verfügung steht. Hat aber auch Nachteile – visuelle, thermische und akustische. Das Raumangebot wird dadurch unruhiger. Das Retreat ist hier einen dritten Weg gegangen. Das Bad selbst ist nicht nur durch zwei Türen zu erreichen, sondern zur Front, Richtung Hauptraum, mit jenen bereits beschriebenen Fensterläden ausgestattet, die bei Bedarf Tageslicht und Frischluft einströmen lassen. Das ermöglicht auch, sich beim Duschen den Hausberg anzusehen, so man denn will. Das Bad ist mit seinen über acht Quadratmetern sehr großzügig gestaltet und lässt keine Wünsche offen. Dass beim Duschen, aufgrund einer nicht vorhandenen Raumteilung, immer auch die Badewanne gleich mit gewässert wird, scheint für das Raumgefühl billigend in Kauf genommen worden zu sein. Das Housekeeping wird es schon wieder richten. Doch ein solcher Keim der Verschwendung passt nicht ganz zum Stil des sonst auf Achtsamkeit bedachten Umfeldes. Das ändert aber nichts an der hervorragenden Bewertung.</p>



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<div class="wp-block-image">
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</div>


<p><br><strong>Hygiene</strong></p>



<p>Wo wir nun beim Housekeeping angelangt sind, sei diesem hier großes Lob gezollt. Denn 60 Quadratmeter sind eine gewaltige Herausforderung, die hier bravourös und mit überdurchschnittlichen Werten gemeistert wird. Lediglich beim Bett finden sich systembedingte Ausrutscher. Aber hier ist das Housekeeping weitgehend machtlos, wenn der Fehler bereits in der Ausstattung liegt. Neben der Tagesdecke, als ewigem Problemkind der Hygiene, war dies wie so oft das Encasing, der Hygieneschutz für die Matratzen. Was nützen sagenhaft gute 363 KbE (Koloniebildende Einheiten als mikrobiologisches Maß für die Zahl lebender, vermehrungsfähiger Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze in einer Probe) für die Matratze, wenn unter dem Gast, aber über der Matratze, ein Encasing mit 9.845 KbE die Hygiene nach unten zieht.&nbsp;Ohne diese Ausrutscher wäre das Retreat ein Kandidat für den CLEAN-SLEEPING-AWARD gewesen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten.png" alt="" class="wp-image-14215" style="width:300px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>


<div class="wp-block-image">
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</div>


<p><br><strong>Service</strong></p>



<p>Erwähnen wollen wir, dass der Test am Rande einer Veranstaltung durchgeführt wurde, die das Ensemble in Elmau an oder sogar über der Kapazitätsgrenze arbeiten ließ. Davon war aber nichts zu spüren. Mühelos und leicht wirkte der Service, stets aufmerksam, immer freundlich zuvorkommend, mit gutem Gedächtnis. Und dies, obwohl offenkundig nicht wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch in Ausbildung waren oder erst wenig Berufserfahrung vorzuweisen hatten. Das Team wurde als charmant und auf Augenhöhe wahrgenommen, den Gästen wahrhaftig und damit emotional als auch kognitiv zugewandt.</p>



<p>Vom Ballett ist bekannt, dass hinter allem, was besonders mühelos und leicht wirkt, besonders harte Arbeit steckt. Harte Arbeit wird auch im Retreat geleistet, doch bleibt der Eindruck haften, dass hier das Lächeln nicht verschwindet, wenn die Akteure die Bühne verlassen. Da kommt wohl dreierlei zusammen. Jemand mit einer guten Hand bei der Personalauswahl. Ein besonderer Geist, jener Genius Loci, der Menschen durch die einzigartige Atmosphäre eines Ortes zu einer homogenen Einheit werden lässt, die so die Werte des Ortes gemeinschaftlich zu repräsentieren vermögen. Und letztlich ein Programm, um solch ein Team auch zu halten. Dabei geht es um mehr als nur um das monatliche Gehalt.</p>



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<p><strong>Das sagt das Hotel</strong></p>



<p>Leider nichts. Obwohl am Tag der Abreise spontan ein erhellendes Gespräch mit dem Inhaber stattfand, kam der zugesagte weitere und wichtigere Austausch mit einem anderen Ansprechpartner nicht zustande. Trotz ausgesprochen, in diesem Fall sogar über Wochen hartnäckigen Nachfragens via Mail und Telefon, blieb das Retreat Antworten auf gestellte Fragen schuldig. Nun gibt es keinerlei Verpflichtung Fragen zu beantworten oder Stellung zu nehmen zu aufgezeigten Verbesserungsmöglichkeiten. Auch ist der Grund nicht bekannt, warum zugesagte Rückrufe nicht erfolgten. Doch keine Antwort ist immer auch eine Antwort. Diese nachgelagerte Nichtkommunikation hat natürlich keinerlei Einfluss auf die Bewertung, da es die Leistung des Zimmerproduktes nicht schmälert. Aber schimmert da ein Hauch von Arroganz?</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten.png" alt="" class="wp-image-14216" style="width:300px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<div class="ht-block">
    <h3>Fazit und Empfehlung</h3>
    <p>Wer Ruhe sucht und bereit ist, sich auf eine echte Pause einzulassen, einen Rückzug aus der Hektik des Alltags, ist im Retreat richtig. Genuss und Achtsamkeit lassen sich in stressfreier Atmosphäre kombinieren, selbst wenn das Zimmer mal einen weniger schönen Ausblick haben sollte. An anderen Orten hätte man diese 60 Quadratmeter geflutet mit (unbedienbarer) Technik, Kunst und Gedöns. Hier wurde durch Weglassen erreicht, was versprochen wird. Besser geht es nicht. Die Überlegungen, welcher Masterplan und welches Konzept den Rahmen für diese Meisterleistung bilden, führen zu dem Eindruck, dass es gar keinen gibt. Dieser besondere Ort ist wohl eher Ergebnis eines Suchenden, in Person des Inhabers Dietmar Müller-Elmau, unter Einbindung seiner Familie. Das Ziel vor Augen, einen Wohlfühlort zu schaffen, ist das Retreat nicht an Konventionen oder der Mode orientiert. Dafür am Gefühl, was es dafür braucht. Das Zimmer ist Teil eines großen Ganzen. Um dies zu verstehen, muss man es jedoch erleben. So sind die Wiesen am Bach vor dem Haus Oasen des Verweilens. Dahin führt aber kein explizit ausgewiesener Weg. Hier ist das Ziel der Weg. Es geht um Angebote, die das Retreat bietet. Sich darauf einzulassen ist der Schlüssel zur vollkommenen Ruhe.<br></br>
Die kleinen Defizite wären, sofern gewollt, einfach zu beheben. In Sachen Hygiene bieten der Kriterienkatalog zur Klassifizierung von hotelstars.eu sowie die Hygienestandards der DEHOGA hinreichend Handlungsempfehlungen. 
<br></br>
Und dann noch ein Wort zum Elefanten, der auf Schloß Elmau allgegenwärtig ist und den hinduistischen Gott Ganesha repräsentiert, wie nachzulesen ist. Dieser steht für Urteilskraft, Erinnerungsvermögen sowie Wertschätzung gegenüber der Vielfalt, was sicher die Weltoffenheit des Hotels unterstreichen soll. Elefanten stehen auch für ausgeprägtes Sozialverhalten, Intelligenz, besondere Empathie und ausgeprägte Sensibilität. Das alles spiegelt das Retreat in Elmau sehr gut wieder. Allerdings sollte so ein gewaltiges Geschöpf wie ein Elefant auch darauf bedacht sein, seine Bodenhaftung nicht zu verlieren.
</p></div>



<p></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Luxus auf dem Prüfstand </title>
		<link>https://cost-logis.de/2026/01/12/luxus-auf-dem-pruefstand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Riemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 10:54:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://cost-logis.de/?p=16087</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://cost-logis.de/2026/01/12/luxus-auf-dem-pruefstand/">Luxus auf dem Prüfstand </a> erschien zuerst auf <a href="https://cost-logis.de">Cost&amp;Logis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum<br><em>Foto: Zimmer im Burghotel</em></p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th></th><th>Kastens Hotel Luisenhof</th><th>Schlosshotel Münchhausen</th><th>Althoff Hotel Fürstenhof</th><th>Hardenberg<strong><em> </em></strong>Burghotel</th><th>Hotel Landhaus Wachtelhof</th></tr></thead><tbody><tr><td>Ort</td><td>Hannover</td><td>Aerzen</td><td>Celle</td><td><em>Nörten-Hardenberg*</em></td><td>Rotenburg</td></tr><tr><td>Klassifizierung</td><td>Fünf-Sterne-Superior</td><td>Fünf-Sterne-Superior</td><td>Fünf-Sterne</td><td><em>Fünf-Sterne</em></td><td>Fünf-Sterne-Superior</td></tr><tr><td>Anzahl Zimmer</td><td>146</td><td>67</td><td>62</td><td><em>42</em></td><td>38</td></tr><tr><td>Anzahl Zimmerkategorien</td><td>12</td><td>5</td><td>9</td><td><em>10</em></td><td>7</td></tr><tr><td>Vergleichsraten**</td><td>169 Euro</td><td>257 Euro</td><td>183 Euro</td><td><em>189 Euro</em></td><td>164 Euro</td></tr></tbody></table></figure>



<p><em>*zum Zeitpunkt des Tests, aktuell Vier-Sterne-Superior</em></p>



<p>**Stichtagsermittlung via Booking.com für eine Übernachtung vom 06. auf den 7. Oktober 2025 für eine Person im Doppelzimmer, jeweils günstigste Einstiegsrate</p>



<p><strong>Die Kandidaten</strong></p>



<p>Nach dem Vergleichstest „One-Prize-all-Inn“ in der Februarausgabe der Cost &amp; Logis, der vier Budget-Konzepte gegenüberstellte, lag es nahe, auch einmal Fünf-Sterne-Hotels einem Vergleich zu unterziehen. Zu prüfen, wie Leistungsversprechen und tatsächliche Leistung im Einklang stehen. Wie bei Budget dient auch hier der Großraum Hannover als Reagenzglas im Rahmen der Versuchsanordnung. Großraum deshalb, weil Hannover selbst nur ein einziges Fünf-Sterne-Hotel vorzuweisen hat, das Kastens Hotel Luisenhof. Aktuell bieten bundesweit 115 Hotels eine nach hotelstars.eu klassifizierte Fünf-Sterne-Leistung an, doch obwohl Hannover als Stadt über fünfhunderttausend Einwohner zählt, die Region über eine Million und das wirtschaftliche Einzugsgebiet sogar noch deutlich größer ist, muss man im Kern von Niedersachsen trotz vieler internationaler Messen große Kreise ziehen, um überhaupt Hotels für einen Vergleich zu finden. So wurde mit dem Zirkel ein Radius von hundert Kilometer auf der Karte gezogen, womit die Vergleichsgruppe vom Norden beginnend mit dem Hotel Landhaus Wachtelhof in Rotenburg startet, über den Althoff Fürstenhof in Celle und das Schloßhotel Münchhausen in Aerzen und bis zum Hardenberg Burghotel in Nörten-Hardenberg im Süden reicht.&nbsp;</p>



<p><strong>Die Vergleichbarkeit</strong></p>



<p>Lassen sich Fünf-Sterne-Hotels also überhaupt vergleichen? Oder sind sie nicht viel zu unterschiedlich und räumlich zu weit voneinander entfernt? Die Budget-Häuser in Hannover liegen zum Teil in Sichtweite beieinander und bieten klar definierte Leistung – ein Zimmer für eine Nacht. Im Luxussegment hingegen sollen Hotels in unterschiedlichen Städten mit bis zu zwölf Zimmerkategorien pro Haus verglichen werden? Das jeweilige Zimmerangebot ist eingebettet in ein Gesamtangebot, das aber sehr unterschiedlich ist, den Möglichkeiten sowie Nachfragen vor Ort angepasst. Da reicht der weite Bogen von den üblichen Tagungen und Konferenzen über Fine Dining und Sterneküche, Spa und Wellness, bis hin zu Pferd, Golf und Jagd, womit noch nicht einmal alles aufgezählt sein wird. All das prägt ein Haus und erschwert den Vergleich. Aber: Im Kern bleiben auch hier Zimmer, Bett, Bad, Hygiene und Service als das Maß der Dinge – Nucleus einer jedweden Hotelleistung.&nbsp;</p>



<p>Bei diesem Vergleich wurde auch untersucht, wie sich die Hotels preislich am Markt positionieren. Hierfür wurden für einen Stichtag die Raten ermittelt, die sowohl bei einer Direktbuchung als auch bei der Buchung via Booking.com aufgerufen wurden. Neben der Spanne 4-18 Prozent Nachlass für die Direktbuchung fällt auf, dass sich die Preise fast aller Anbieter nahe an denen von Vier-Sterne-Hotels bewegen. Lediglich das Schloßhotel ragt mutig heraus. Sollte Luxus nicht auch im Preis sichtbar werden? Dafür wurde an zwei anderen Orten ebenfalls nach den Preisen geschaut. Booking macht es einem einfach. Sicher: Es ist unfair, Teile von Niedersachsen mit Berlin oder Düsseldorf zu vergleichen. Aber Raten von 800 Euro im SO/Berlin das Stue oder gar 1.864 Euro im Breidenbacher Hof in Düsseldorf zeigen, dass Luft nach oben vorhanden ist.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Hotel</strong></td><td><strong>Booking.com</strong></td><td><strong>Direktbuchung</strong></td><td><strong>Nachlass bei Direktbuchung</strong></td></tr><tr><td>Luisenhof</td><td>169,00</td><td>139,00</td><td>18%</td></tr><tr><td>Schlosshotel&nbsp;</td><td>257,00</td><td>229,50</td><td>11%</td></tr><tr><td>Fürstenhof</td><td>183,00</td><td>175,00</td><td>4%</td></tr><tr><td>Burghotel</td><td>189,00</td><td>179,00</td><td>5%</td></tr><tr><td>Wachtelhof</td><td>164,00</td><td>134,00</td><td>18%</td></tr><tr><td>Motel One, Hannover</td><td>120,00</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>SO/Berlin Das Stue</td><td>808,00</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Breidenbacher Hof, Düsseldorf</td><td>1.864,00</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Preisvergleich bei Buchung in Euro für Übernachtung 6./7. Oktober, 1 Person, DZ</p>



<p>Mit dieser Ausgangsbasis wurden die Tests, die zu verschiedenen Zeitpunkten durchgeführt wurden, in einem Vergleich zusammengezogen. Es wurde darauf geachtet, stets ein Angebot aus der Mitte der jeweiligen Möglichkeiten der Zimmerprodukte zu wählen, sofern verfügbar, also weder das günstigste noch das teuerste. Wie immer wurde auch bei diesen Tests direkt gebucht und die Hotels wurden vorab nicht über den Test informiert.</p>



<p><strong>Das Ergebnis</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="84" height="42" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2026/01/image-3.jpg" alt="" class="wp-image-16091"/></figure>



<p class="has-text-align-left"><strong>Zimmer</strong></p>



<p>Das klassische Stadthotel Luisenhof ist organisch gewachsen, was sich über die Flure und Etagen widerspiegelt. Es wird viel Aufwand betrieben, einen optimalen Zustand zu erhalten und dem Gast eine zeitgemäße Unterbringung zu ermöglichen, was auch gelingt. Hat man sein Zimmer gefunden, werden die Erwartungen voll erfüllt und es präsentiert sich ein klassisches Angebot, eines Grand Hotels würdig. Das Schloßhotel im Weserbergland weiss mit seinem Gebäude-Ensemble aus dem 16. Jahrhundert samt Schloßpark und Deckenhöhen von über dreimeterfünfzig zu glänzen und zu werben. Aber es wird keinesfalls übertrieben, wenn es sich selbst als „eines der besten Schlosshotels Deutschlands“ bezeichnet. Dieser Anspruch wird auch im Zimmerprodukt gehalten und liegt gar über der Erwartung. Das Burghotel präsentiert sich als historisches Gebäude, das aber aufgrund der Anordnung unscheinbar daherkommt und dezent auftritt. Überraschend moderne Zimmer im Landhausstil bieten mehr, als versprochen wird. Zudem punktet das Haus mit Nachhaltigkeit: Eine Broschüre auf dem Zimmer informiert über alle Anstrengungen des zur FREIgeist-Gruppe gehörenden Hotels, nachhaltiger zu werden. Das ist vorbildlich. Der Wachtelhof aus den 1990ern ist in dieser Gruppe das jüngste Mitglied, weist aber vom Stil das älteste Zimmerprodukt betreffend Testzimmer auf. Da hier das Design aber nicht gewertet wird und nur ein Zimmer getestet wurde, ist dies zunächst kein Nachteil, kann aber mal einer werden. Denn Investitionsstau ist ja auch ein Kriterium. Alle bislang Genannten erfüllen vollumfänglich die Erwartungen und geforderten Standards oder gehen darüber hinaus. Dass im Schloßhotel keine Kaffeemaschine auf dem Zimmer geboten wird, liegt an Brandschutzauflagen. Wer dennoch einen Kaffee wünscht, wird ihn dort rund um die Uhr auch bekommen. Der Fürstenhof stellt, quasi im Zentrum von Celle, ebenfalls ein Ensemble dar, in dem der Hotelbau aus den siebziger Jahren über einen Gang mit dem historischen Palais verbunden ist. Das Zimmerprodukt selbst ist aus 2015 und sowohl das Zimmer, aber auch der Weg dorthin weisen leider keinen zufriedenstellenden Erhaltungszustand auf. Da ist sicher mit Liebe und Hingabe gepflegt worden. Aber bröckelnder Beton, ein abgenutzter Türgriff und Nutzungsspuren an den Wänden im Zimmer sowie deutliche Flecken auf dem Teppich trüben das Bild. Eine fehlende Vollverdunkelung verkürzt die Nachtruhe ebenso wie eine nicht ausreichende Schallisolierung: Morgens um sechs Uhr wird der Gast Ohrenzeuge von Toilettenspülung und Dusche aus dem Nachbarzimmer. Und das, obwohl Schallisolierung extra beworben wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="84" height="42" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2026/01/image-1.jpg" alt="" class="wp-image-16089"/></figure>



<p><strong>Bett</strong></p>



<p>Die Betten in allen Hotels bieten soliden Schlafkomfort – mal mit, mal ohne Topper. Hingucker sind dabei, aber unabhängig vom Preis der eingesetzten Marken und Produkte findet sich nichts Spektakuläres. Nach oben setzt sich hier keiner ab. Der Fürstenhof wartet als einziger mit vier Kissen auf, was Eindruck, aber auch Arbeit macht. Leider bietet der Fürstenhof beim extra bestellten Nackenstützkissen ein Produkt von IKEA, das um die 15 Euro brutto kostet. Was nicht unbedingt von Wertschätzung gegenüber dem Gast zeugt, der bei fünf Sternen keinen schwedischen Möbeldiscounter erwartet, auch nicht bei den Kissen. Auch bewirbt der Fürstenhof extra „Gesundheitsmatratzen“. Nun ist der Begriff „Gesundheit“ nicht explizit geschützt, doch werden damit Erwartungen geweckt, die dann ein Standardprodukt eines Massenherstellers mit vier Buchstaben so nicht erfüllt. Zudem hatte die Matratze eine beginnende Kuhle, was aber nicht an der noch recht neuen Matratze lag, sondern eventuell an der Unterfederung darunter, die mutmaßlich aus 2015 stammt, als das Zimmerprodukt der Öffentlichkeit neu vorgestellt wurde. Dass keines der fünf Hotels die neuen Vorgaben und Empfehlungen des Kriterienkataloges beim Bett erfüllt, liegt auf der Hand, denn Matratzen werden ja nicht jedes Jahr neu gekauft. Ein Beispiel: Keine Matratze hatte einen abnehmbaren und waschbaren Matratzenbezug noch einen waschbaren Matratzenkern, wie es jetzt auch die DEHOGA als neuen Hygienestandard definiert. Da sollte bei Gelegenheit nachgebessert werden. Auch bei der Nachhaltigkeit ist bei allen Häusern Spielraum, zumal jüngst das Handelsblatt herausgefunden hat, dass zirkuläre Hotelmatratzen schon länger im Markt verfügbar sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="84" height="42" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2026/01/image-4.jpg" alt="" class="wp-image-16092"/></figure>



<p><strong>Bad</strong></p>



<p>Luisenhof und Schloßhotel bieten wie der Wachtelhof eine auskömmliche Einrichtung. Beim Wachtelhof spiegelt sich das Zimmerprodukt im Bad wider und könnte etwas Auffrischung vertragen. Eine Schippe drauf legt das Burghotel, wo das Bad schon eher Erlebnis bietet. Der Fürstenhof stellt seinem Gast räumlich und technisch schon eher ein zeitgemäßes Produkt zur Verfügung. Aber auch hier wird die Latte der Erwartung gerissen, wenn vom Halter des Toilettenpapieres nur die leere Rolle grüßt. Obwohl auch Toilettenpapier in der Auflistung der Leistungen, zum Beispiel bei Booking.com, beworben wird. Auch die Kosmetiktücher glänzten durch völlige Abwesenheit, wenn man von dem einen Tuch absieht, das verloren aus der gähnenden Öffnung lugte. Und auch verschlissene Frottierware ist dem Gefühl, in einem Fünf-Sterne-Hotel zu logieren, eher abträglich, ebenso wie sichtbare Kalkablagerung an den Wasserhähnen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="84" height="42" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2026/01/image-2.jpg" alt="" class="wp-image-16090"/></figure>



<p><strong>Hygiene</strong></p>



<p>Hygiene ist kein nice to have, sondern ein must have, auch ohne Kriterienkatalog. Da gibt es auch keine Toleranz zwischen null und fünf Sternen. Bis auf den Fürstenhof meistern hier alle diese Pflichtaufgabe bravourös – mit deutlich besseren Werten als im Hygiene-Durchschnitt. Der Luisenhof hatte hierfür sogar bereits einmal den CLEAN-SLEEPING-AWARD bekommen, da er mit Werten beim Bett sogar deutlich unter 1.000 KbE lag. Erwartet werden beim Zimmerprodukt und beim Bett Werte unter 2.000 KbE auf Basis gewichteter Durchschnittswerte als Beleg für eine gute bis sehr gute Hygieneleistung. Und das Burghotel schaffte diese Anforderung zum Beispiel sogar trotz Haustieren (bei diesem Test waren zwei Hunde zugegen). Dieses Hotel hat also mit Hundebesitzern, aber auch mit Reitern und Jägern durchaus eine Gästestruktur mit erhöhtem Schmutzaufkommen zu bewältigen – und bewältigt es. Der Fürstenhof hingegen landet mit einem Wert von über 4.000 KbE beim Bett nur in der Hygieneklasse vier von fünf und beim Zimmer (umfasst zum Beispiel Böden, Dusche, Toilettenbrille, aber auch Kaffeemaschine, Tassen oder Fernbedienung) ist da keine Aussage möglich. Denn die Skala des Messgerätes wurde beim Teppich überschritten. Aber auch ohne die Hygiene der Böden zu berücksichtigen, liegen die Werte beim Fürstenhof jenseits des vertretbaren. Dazu tragen etwa eine mangelhaft gereinigte Toilettenbrille, die Zahnpasta der Vorgänger an den Hebeln der Mischbatterie im Bad, eine gefühlt noch nie korrekt gereinigte Kaffeemaschine und Fernbedienung bei. Die Liste ist einfach zu lang, um hier von einem Ausreißer zu sprechen. Ein solcher ist grundsätzlich jedem gestattet, denn überall arbeiten Menschen und damit sind Fehler auch in gewisser Weise programmiert. Aber hier war selbst der Seifenspender indiskutabel.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="84" height="42" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2026/01/image.jpg" alt="" class="wp-image-16088"/></figure>



<p><strong>Service</strong></p>



<p>Die Räumlichkeit des Burghotels begünstigt eine intensive Nähe zum Gast, speziell in der Lobby samt Kamin, wo mit Charme und Können jede Regung der Gäste verfolgt und Wünsche erfüllt werden. Ebenso agieren Luisenhof und Schloßhotel, wo aufgrund des Personalschlüssels noch ganz andere Möglichkeiten bestehen, aber auch genutzt werden. Der Wachtelhof wirkte personell etwas zu dünn aufgestellt, schaffte aber trotz der einen oder anderen Wartezeit grundsätzlich die notwendige Leistung. Der Fürstenhof fällt leider auch hier zurück. Nun soll es ihm nicht angelastet werden, dass beim Check-in der Rezeption unbekannt war, dass die Meldepflicht in Beherbergungsstätten gem. § 29 &#8211; 30 Bundesmeldegesetz (BMG) seit Januar 2025 abgeschafft ist, denn Tests in drei der fünf Hotels fanden vor 2025 statt. Doch es ergibt sich ein Bild, wenn der Gast aufklären muss. Auch wurde bei Abreise schon mal ein Hinweis auf die Kaffeemaschine gegeben und deren Ruf nach Reinigung. Doch wenn dann nicht nachgefasst wird, ob noch etwas nicht den Vorstellungen des Gastes entspricht, dann fehlt hier etwas.&nbsp;</p>



<p><strong>Die Kritik</strong></p>



<p>Einem Schloßhotel Münchhausen kann man optisch nicht das Wasser reichen, wenn man allein dessen Innenhof mit dem vom Hotels Kastens Luisenhof vergleichen wollte. Aber darauf kommt es hier nicht an. Dieses opulente Schloß, in seinem tadellosen Zustand, braucht dies aber auch, um im Weserbergland, fern von allem und dennoch nicht in einer klassischem Urlaubsregion, seine Gäste zu bekommen. Hier wird Hotellerie auf höchstem Niveau betrieben und in einigen Bereichen über den Erwartungen. Dies leistet auch der Luisenhof, der mit den Vorteilen seiner Lage, da fallen die Gäste zwischen Bahnhof und Oper in der Theorie allein in das Hotel, auch mit dessen Nachteilen leben muss, wenn man zum Beispiel seinen grauen Innenhof mit Nachbargebäuden zu teilen hat. Aber einmal eingetreten, entschwindet man dem hektischen Draußen und taucht ein in die Welt eines Grand Hotels. Allerdings operiert der Luisenhof gefährlich nah am Motel One, dessen Preis ja auch abgefragt wurde – und das in Sichtweite liegt. Das mag einer temporären Taktik geschuldet sein, aber trägt die Strategie dahinter, wenn da nur 19 Euro Abstand sind? Beim Hotel Landhaus Wachtelhof werden die Pflichtaufgaben erfüllt, doch könnte das „Superior“ etwas mehr Leben vertragen, um einem „dynamischen Markt“ gerecht zu bleiben. Das Althoff Hotel Fürstenhof hingegen ist eine Enttäuschung. Dabei wäre das Potenzial vorhanden und zu seinen besten Zeiten hat das Haus auch zu Recht und verdient die fünf Sterne getragen. Doch nun bräuchte es vor allem Entschlossenheit, Willen und Investitionen, um auf diesen Pfad zurückzukehren, was diesem schönen Haus auch wirklich zu wünschen ist. Diese Erkenntnis ist wohl vorhanden, wie vom seit wenigen Wochen neu im Amt befindlichen General Manager zu erfahren war, der, wie alle anderen Hotels auch, um eine Stellungnahme gebeten worden war. So gibt es dort nun einen Masterplan zur künftigen Renovierung. Dazu sollte auch ein kritisches Gespräch mit der Fremdfirma gehören, die für die Reinigung der Zimmer verantwortlich ist. Geheimer Gewinner und quasi außer Konkurrenz dieses Vergleichstest ist der Underdog, das Hardenberg Burghotel. Es war nicht zu erfahren, warum der fünfte Stern verlustig ging. Das Management wollte sich dazu offiziell nicht äußern, was zu respektieren ist und Mutmaßungen sollen hier nicht angestellt werden. Für ein Fünf-Sterne-Hotel zum Zeitpunkt des Tests hat es durch seine Bescheidenheit bei gleichzeitig großartiger Leistung überzeugt, denn aus wenig viel Machen ist auch eine Kunst. Dazu gehört auch das Thema Nachhaltigkeit. Dass die Hunde königlich verwöhnt wurden, floss natürlich nicht mit in die Wertung ein, rundet aber das Bild eines Hauses ab, das Erwartungen übertreffen möchte.&nbsp;</p>



<p>Ein Schlußwort zur Zimmerrate: Wer von seiner eigenen Leistung überzeugt ist, der sollte auch so mutig sein, den dafür angemessenen Preis zu fordern. Wer in der formal höchsten Leistungsklasse der Hotellerie bestehen möchte, ist darauf angewiesen, laufend zu investieren. Mit Preisen im Dunstbereich von Vier-Sterne-Hotels oder starken Budget-Marken wird es schwer, dieser Anforderung dauerhaft gerecht zu werden.&nbsp;</p>



<p><strong>Zusammenfassung des Tests</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="730" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1-1024x730.png" alt="" class="wp-image-16108" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1-1024x730.png 1024w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1-300x214.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1-768x547.png 768w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1-580x413.png 580w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1-860x613.png 860w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1-1160x827.png 1160w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2027/01/uebersicht_test_jan2026-1.png 1260w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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<div class="ht-block">
    <h3>Wenn Sterne den Weg weisen</h3>
    <p>Grundsätzlich muss die Frage gestellt werden, ob nach hotelstars.eu klassifizierte Fünf-Sterne-Hotels das passende Pendant zu Budget sind. Denn die Sterne haben den Luxus ja nicht exklusiv gepachtet. Doch wie sonst, so die Gegenfrage, soll eine objektive Einordnung in die höchste Leistungsklasse der Hospitality erfolgen? Christin Neumann, Geschäftsführerin der DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH: „Wir stellen als einzige transparent und für jeden zugänglich dar, welche objektiven Kriterien für welche Hotelklasse zu erfüllen sind.“ Und dies ist zutreffend, denn andere Organisationen und Klassifizierungssysteme machen da ein großes Geheimnis daraus. Nur weil „Luxus“ draußen dransteht, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass auch Leistungen über dem Durchschnitt geboten werden. In vielen dieser Fälle scheinen, neben der Erfüllung monetärer Voraussetzungen zur Teilhabe, denn hinter jedem Klassifizierungssystem steckt auch immer ein Geschäftsmodell, eher Aspekte wie Design, Atmosphäre und good vibes dafür verantwortlich, einem bestimmten Kreis von Hotels angehören zu dürfen. Das ist völlig legitim, aber eben nicht objektiv. Daher hier nun die guten alten Sterne, da weiß man, was man hat. Die Entwicklung der Sterne zeigt auch, dass die Branche weiß, was man daran hat. So ist zwar die absolute Zahl der klassifizierten Hotels seit Jahren rückläufig, das ist die Zahl der Hotelbetriebe aber auch, der Anteil der Hotels mit Fünf Sternen in den letzten 10 Jahren jedoch um 25% gestiegen. Und innerhalb dieser Klasse haben über 70% die ergänzende Auszeichnung „Superior“, welches nach außen wie innen seine Wirkung entfaltet. Zeèv Rosenberg, General Manager des SO/ Berlin Das Stue: „Das Prädikat Superior bleibt auch bei fünf Sternen ein wichtiges Signal. Es steht für den Anspruch, den Standard nicht nur zu halten, sondern kontinuierlich zu übertreffen.“ Und „Die höchste Klassifizierung gibt dem Team Rückenwind“.
</p>
<p>Aber stellt der fünfte Stern ein hinreichend definiertes und klar abgegrenztes Feld dar, um Vergleiche anzustellen? Denn wer den Markt kennt, der kennt auch die Spannweite – oder nennen wir es Dehnungsweite? – des fünften Sternes. Zwischen einem Hotel Neptun in Rostock Warnemünde bis zu einem Breidenbacher Hof in Düsseldorf liegen weniger Welten, sondern eher Galaxien. Da reicht das Superior allein als Zusatz nicht, um diesen Abstand angemessen zum Ausdruck zu bringen. Denn das objektive Kriterium Erhaltungszustand, gleich als Nummer Zwei des Kataloges, ist da sehr eindeutig, wird aber augenscheinlich sehr weit interpretiert, wie auch noch andere Kriterien. Damit erweist man dem System keinen Gefallen. Das erklärt vielleicht aber auch, warum sich über 70% der Fünf-Sterne-Hotels in das Superior flüchten, so der Eindruck. Wer um die Breite an Angeboten im fünften Stern weiß, sucht so möglicherweise sein Heil im inoffiziellen sechsten Stern, der aber auf diese Weise auch eine Art Inflation erfährt. Daher wird auch von den Hotels selbst ein gewisser Reformbedarf gesehen, wie Cyrus Heydarian CEO und Managing Partner des Breidenbacher Hof in Düsseldorf bestätigt. So sieht er unter anderem eine Notwendigkeit der Emotionalisierung der Bewertung, denn: „Derzeit überwiegen messbare Standards. Doch Luxus beginnt da, wo das Messbare aufhört. Aspekte wie Gastgeberkultur, Persönlichkeit im Service oder Nachhaltigkeit mit Tiefgang müssten stärker einfließen.“ Weiter sieht er Bedarf im Sinne einer dynamische Nachbewertung: „Häuser entwickeln sich – positiv wie negativ. Ein statisches Prüfsiegel alle paar Jahre wird einem dynamischen Markt nicht gerecht.“ Die Sterne sind also nicht perfekt, aber die bislang bestmögliche Grundlage einer objektiven Vergleichbarkeit.<br></br>
</p></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mut braucht Konsequenz</title>
		<link>https://cost-logis.de/2025/05/22/mut-braucht-konsequenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Riemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 11:33:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://cost-logis.de/?p=15877</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hotel: Storchen, Zürich Zimmeranzahl: 64 Kategorie: Fünf Sterne Eröffnung: 2017 nach Umbau fünften Stern erhalten (Gründung 1357; letzte Renovierung 2019) Test: Januar 2025 Bezahlte Rate: 727,00 CHF, inklusive Frühstück und Kurtaxe Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum Die Königsklasse der Hotellerie wird in Zürich dominiert von Schwergewichten wie The Dolder Grand und Baur Au Lac....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="6">
  <tr>
    <td><strong>Hotel:</strong></td>
    <td>Storchen, Zürich</td>
  </tr>
  <tr>
    <td><strong>Zimmeranzahl:</strong></td>
    <td>64</td>
  </tr>
  <tr>
    <td><strong>Kategorie:</strong></td>
    <td>Fünf Sterne</td>
  </tr>
  <tr>
    <td><strong>Eröffnung:</strong></td>
    <td>2017 nach Umbau fünften Stern erhalten (Gründung 1357; letzte Renovierung 2019)</td>
  </tr>
  <tr>
    <td><strong>Test:</strong></td>
    <td>Januar 2025</td>
  </tr>
  <tr>
    <td><strong>Bezahlte Rate:</strong></td>
    <td>727,00 CHF, inklusive Frühstück und Kurtaxe</td>
  </tr>
</table>




<p><strong><em>Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum</em></strong></p>



<p>Die Königsklasse der Hotellerie wird in Zürich dominiert von Schwergewichten wie The Dolder Grand und Baur Au Lac. Wer in dieses Segment der Luxushotellerie vorrücken möchte, braucht nicht nur Punkte aus dem Kriterienkatalog zur Klassifizierung, Kapital für notwendige Anpassungen und das notwendige Personal, sondern auch einen Grund, warum man sich diesem scharfen und bisweilen erschöpfenden Wettbewerb stellt. Das Storchen in Zürich, über lange Jahre eines der besten Vier-Sterne-Superior Hotels der Schweiz, sah einen solchen. Viele neue Vier-Sterne-Hotels haben in Zürich die Luft in dieser Kategorie immer dünner werden lassen. Und so sah das Management seiner Zeit den Punkt gekommen, die Flucht nach vorne anzutreten. Denn erst mit dem fünften Stern erfolgt der Eintritt in den Wahrnehmungsraum der Luxusgäste – und damit die Möglichkeit zur Generierung ganz anderer Raten, vor allem in Zürich. Dieser Sprung erfordert Mut und wurde 2017 vollzogen. Wir wollten uns ansehen, wie das Storchen in der Königsklasse gelandet ist.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-thumbnail is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-150x150.png" alt="" class="wp-image-15801" style="object-fit:cover;width:120px;height:120px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-150x150.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-300x300.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-70x70.png 70w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-360x360.png 360w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed.png 472w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>
</div>


<p><strong>Zimmer</strong></p>



<p>Gebucht wurde auf den Internetseiten des Hotels ein Riverside Queen Room, der mit einer Größe von 18 bis 25 Quadratmetern angeboten wird. Diese Raumgröße darf als bescheiden bezeichnet werden, doch sieht sich das Storchen auch als Lifestyle Boutique Hotel. Und pfiffige Architekten wissen oftmals zu zaubern – so weit so gut, so groß die Erwartung. Doch diesem Zimmer wohnte dann leider kein Zauber inne. So werden hier die Gäste, zumindest im getesteten Zimmer, mit einer Deckenhöhe von gerade mal knapp 212 Zentimetern begrüßt, wo man schon geneigt ist, den Kopf einzuziehen. Der Eingangsbereich hält zur linken eine Pantry, samt gut gefüllter Minibar, und parallel dazu den Kleiderschrank bereit und zur rechten das Bad, wobei beide Räume jeweils deutlich unter vier Quadratmetern aufweisen. Da müssen sich zwei Gäste schon gut koordinieren, um unfallfrei das Zimmer zu nutzen. Dem schließt sich das eigentliche Zimmer an, wo die Deckenhöhe immerhin auf 243 Zentimeter wächst. Die sonstige Weitläufigkeit des Raumes, sofern man bei etwas über 15 Quadratmetern Bodenfläche davon sprechen kann, büßt durch eine formidable Dachschräge im Zimmer aber gleich wieder ein. Auch dort gilt es den Kopf einzuziehen, wollte man von der linken Seite das Bett entern. Wer Hotels testet, prüft vorab genau alle Unterlagen, um dann möglicherweise Unterschiede zwischen Angebot und tatsächlicher Leistung festzustellen. Und hier passte das Vorgefundene, leicht an Dachschräge und Wandbild zu identifizieren, nur zu jener Zimmerkategorie, die im Internet und via Bild zwei Preisklassen tiefer angeboten wird, dem City Single Room. Und das im Internet gebotene Bild eines Riverside Queen Room, mit visuell deutlich mehr Raum, hatte nun gar nichts mit diesem Zimmer zu tun. Im falschen Zimmer gelandet? Nein. Nur nicht korrekt beworben. Dieser Dämpfer wurde weiter genährt durch eine mit zu viel Spiel schließenden Zimmertüre, Flecken auf dem Sofa, angerissener Husse beim Bett und beschädigter Sitzbank. Das lag in Summe deutlich unter den Erwartungen, zumal die letztgenannten Mängel den Gast gleich beim Betreten des Zimmers begrüßen. Aber wenn das Hotel dort nicht hinschaut – der Gast tut es.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/1_halb_betten.png" alt="" class="wp-image-14518" style="width:300px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/1_halb_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/1_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/1_halb_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-thumbnail is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-1-150x150.png" alt="" class="wp-image-15803" style="object-fit:cover;width:120px;height:120px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-1-150x150.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-1-300x300.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-1-70x70.png 70w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-1-360x360.png 360w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-1.png 472w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>
</div>


<p><strong>Bett</strong></p>



<p>Das Bett bot den Gästen je Liegeseite zwei Kissen plus Zierkissen sowie einen kleinen süßen Stoffstorch, der über das Thema Nachhaltigkeit hinsichtlich Wäsche informierte. Das Bett hatte bei einer Liegefläche von 160 x 200 Zentimetern eine Sitzhöhe von 56 Zentimetern, aber Obacht: Der Kriterienkatalog schreibt für den fünften Stern eigentlich eine Breite von 180 Zentimetern vor! Das Oberbett bot komfortable 200 x 210 Zentimeter mit einer Füllung aus Gänsedaunen und darunter eine 20 Zentimeter hohe, eher feste Federkernmatratze, leider ohne abnehmbaren Bezug. An dieser Stelle hätte die Bettbeschreibung auch enden können, doch Hotel-Tester sehen ja genau hin. Und so fand sich, vor dem Bett stehend auf der rechten Seite und etwas versteckt, eine Fernbedienung für eine motorisch verstellbare Unterfederung auf Basis eines Lattenrosts. Welch ein Luxus. Doch weder im Internet noch im Zimmer oder in der via Bildschirm zugänglichen Gästemappe gab es darauf einen Hinweis. Welch eine Verschwendung von Pluspunkten in der Gästewahrnehmung. Denn der normale Gast sucht nicht das Bett nach versteckten Optionen ab. Beim Bett hätte das Storchen nun also richtig punkten können, denn so ein verstellbares Bett ist etwas sehr Komfortables. Doch leider fehlte auch das bestellte zusätzliche Kissen. Zwar wurde im Rahmen der E-Mail-Konversation ein solches bestätigt: „<em>Gerne wird unser Housekeeping Team ein orthopädisches Kissen für Sie im Zimmer bereitstellen.“</em>&nbsp;Aber leider nicht geliefert. Schade. Dass das Bett nur 160 statt der geforderten 180 Zentimeter in der Breite bot, wurde hier nicht mit aller Härte benotet, denn das Zimmer hätte für ein 180er Bett auch gar keinen Platz gehabt. Eine den faktischen Gegebenheiten angepasste Flexibilität in der Auslegung wird in diesem Fall zu keinem weiteren Abzug führen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten.png" alt="" class="wp-image-14215" style="width:300px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>
</div>

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<p><strong>Bad</strong></p>



<p>Hier wird auf den knapp 3,5 Quadratmetern alles geboten, was notwendig ist, aber auch nicht mehr. Wertig verarbeitet, aber der Zahn der Zeit arbeitet auch und so hatte der Spülkasten über der Toilette begonnen, sich aus der Verankerung zu lösen, während die Armaturen in der Dusche ihre intensive Nutzung nicht mehr zu verschleiern vermochten. Kleinigkeiten, aber unnötig. In Summe aber ohne weitere Beanstandung, wenn man von der Raumgröße absieht, die auch in Budget-Hotels geboten wird.</p>


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<p><strong>Hygiene</strong></p>



<p>Wer meckern kann, muss auch loben können. Und hier hat sich das Storchen eine Eins mit Sternchen verdient. Im gesamten Zimmer wie auch beim Bett besticht das Hotel mit einer tadellosen Hygiene. Weit jenseits des Branchen-Durchschnitts, auch jenem der Fünf-Sterne-Kategorie, erzielt das Storchen mit 700 KbE beim Bett und 1.000 KbE für das Zimmer Bestwerte. Damit reüssiert das Haus nicht nur in der Hygieneklasse Eins, sondern verdient sich so auch einen CLEAN-SLEEPING-AWARD. Die optischen Mängel (Stichwort Flecken auf dem Sofa) sind Mahnung, am Ball zu bleiben, trüben aber nicht das objektive Gesamtergebnis dieser Test-Kategorie. Eine bravouröse Leistung.</p>


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<p><strong>Service</strong></p>



<p>Fünf Sterne definieren sich nicht nur durch die räumlichen Komponenten oder jene, die über den Kriterienkatalog zur Klassifizierung abgearbeitet werden können. Es sind die Menschen, die einer Leistung rund um den Gast die besondere Note verleihen. Sie sind es, die den Unterschied machen zwischen Budget und Luxus. Leistung von der Stange oder individuell und maßgeschneidert. Und da rudert das Storchen noch etwas zwischen diesen Extremen. Es ist gut gemeint, den Gästen bei der Anreise ein Getränk samt Hot Towels zu bieten. Aber statt es einfach stumm und automatisiert auf die Rezeption zur Nutzung zu stellen, sollte doch vielleicht im Dialog mit dem Gast vorher dessen Neigung zur Anwendung geprüft werden. So auch bei der Abreise, um nur diese Beispiele hervorzuheben, neben dem vergessenen extra Kissen. So gab es im Nebenzimmer, in der letzten Nacht vor der Abreise, eine nächtliche Ruhestörung größeren wir längeren Ausmaßes. Und natürlich trägt das Hotel keinerlei Schuld am möglichen Fehlverhalten anderer Gäste. Aber wer um empfindliche Störungen der Nachtruhe seiner Gäste weiß, kann ja dies zumindest proaktiv ansprechen, sein Bedauern aussprechen und somit Interesse am Wohlergehen seiner Gäste bekunden. Hier aber musste der Gast auf diesen Vorfall hinweisen, der zwar sofort bestätigt wurde, aber, und nun kommt der zweite Fehler, auf keine einheitliche Linie im Personal traf. Während der Concierge seinem mit der Rechnungserstellung beschäftigten Kollegen den vernehmlichen Hinweis gab, doch mal zu schauen, was da für den Gast getan werden könne, spulte dieser nur sein Programm ab. Es geht hier nicht um Preisnachlässe. Es geht um Gäste, die im Luxussegment der Hotellerie Anteilnahme und Empathie erwarten. Und nicht Schema F.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten.png" alt="" class="wp-image-14218" style="width:300px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>
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<p><strong>Das sagt das Hotel</strong></p>



<p>Frau Stephanie Meyer leitet erst seit September 2024 das Storchen, hat unverzüglich auf die Anfrage nach dem Test reagiert und alle Fragen ausführlich beantwortet. Die Sache mit dem Zimmer und den Bildern im Internet wurde etwas umständlich erklärt, aber offenkundig arbeitet nun das Hotel an einer Lösung und stellt neue Bilder ein. Bei einem Personalschlüssel von 164 Köpfen bei 64 Zimmer hat das Storchen ein solides Fundament und achtet nach eigenem Bekunden auf den Ausbildungs- und Qualitätsstand. Beim Housekeeping zeigte sich dies in der peniblen wie vorbildlichen Hygiene und zeugt davon, dass es sich auszahlt, wenn nur eigenes, festangestelltes Personal mit dieser wichtigen Aufgabe betraut wird. Daran gilt es festzuhalten.</p>



<p><strong>Fazit &amp; Empfehlung</strong></p>



<p>Das Storchen hat den einzigartigen Vorzug sowohl einer grandiosen Geschichte sowie einer unvergleichlich schönen Lage am Limmat – besser geht es wirklich nicht. Daraus Kapital zu schlagen und sich mit dem fünften Stern neue Möglichkeiten zu erschließen war mutig und richtig. Wer solche Asse sein Eigen nennen kann, sollte sie auch nutzen. Bauliche bedingte Nachteile, die das Storchen im Vergleich mit anderen Häusern der Fünf-Sterne-Kategorie hat, es sei die Zimmergröße erwähnt, sowie andere Defizite lassen sich bis zu einem gewissen Grad mit Lage und Geschichte kompensieren. Aber eben nicht alle Defizite und schon gar nicht auf Dauer. Denn auch der Luxusgast weiß zu vergleichen und zum selben Zeitpunkt war das Baur Au Lac für 100 Schweizer Franken weniger im Angebot. Der nach Umbau 2017 vollzogene Eintritt in den Olymp der Hotellerie ist nun schon acht Jahre her und auch weitere Renovierungen aus 2019 kommen jetzt in die Jahre. Es besteht also Handlungsbedarf. Denn einmal oben angekommen muss man diese Flughöhe auch halten und das bedeutet, wie in der Sterne-Küche, jeden Tag die Leistung bringen, die Gäste aus diesem Segment erwarten. Und da kommt es gerade auf die Details an. Der Mut, in den fünften Stern zu investieren, erfordert jetzt die notwendige Konsequenz, auf diesem Niveau auch zu bleiben. Das Investieren in Ausstattung und Personal hört nicht auf. Und wie sich bei der Hygiene zeigt, weiß das Storchen zu glänzen und leistet hier Perfektion auf höchstem Niveau, was auch mit einer Auszeichnung geehrt werden wird. Diese Perfektion gilt es in allen Bereichen anzustreben. Das ist ein ewiger Weg, aber Störche sind ja bekannt für ihre Ausdauer.</p>


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			</item>
		<item>
		<title>ONE PRIZE all Inn</title>
		<link>https://cost-logis.de/2025/03/24/one-prize-all-inn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Riemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2025 19:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://cost-logis.de/?p=15797</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vier Hotelkonzepte im Vergleichs-Test Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum Die Hotellandschaft ist im Umbruch, was sich an den aktuellen Zahlen deutlich ablesen lässt. Vergleich man Zahlen aus 2019 und 2024, so ist der bundesweite Bestand an Hotelbetten um gut 50.000 gewachsen, während die Zahl der Betriebe um 3.000 geschrumpft ist.&#160; An bestimmten Orten jedoch...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vier Hotelkonzepte im Vergleichs-Test</p>



<p><em>Vom Journalisten und Hotel-Tester Jens Rosenbaum</em></p>



<p>Die Hotellandschaft ist im Umbruch, was sich an den aktuellen Zahlen deutlich ablesen lässt. Vergleich man Zahlen aus 2019 und 2024, so ist der bundesweite Bestand an Hotelbetten um gut 50.000 gewachsen, während die Zahl der Betriebe um 3.000 geschrumpft ist.&nbsp;</p>



<p>An bestimmten Orten jedoch erfolgen Konzentrationen aus beiden Richtungen. Ein solcher Ort zum Beispiel ist Hannover. Gab es dort 2015, samt der zugehörigen Region (die Region Hannover hat 1,15 Millionen Einwohner) rund 200 Hotels mit insgesamt 31.000 Betten und einer durchschnittlichen Auslastung von 40 Prozent, ist dieser Bestand nach Corona um satte 20 Prozent gestiegen. Dass es dort Nachholbedarf in Sachen Hotels gab, ist quasi amtlich, sofern man die UEFA in diesen Rang erhebt. Doch war es die UEFA, die Hannover als Austragungsort für Fußballspiele der Europameisterschaft 2024 bereits 2017 ausgeschlossen hatte, unter anderem aufgrund eines unzureichenden Hotelangebotes, vor allem im Fünf-Sterne-Segment. Seitdem wurde aufgerüstet. Aber das Hotel Kastens Luisenhof ist immer noch das einzige Fünf-Sterne-Hotel in Hannover und Umgebung (Umkreis 50 Kilometer). Der Zuwachs hat am unteren Ende der Preisskala stattgefunden, bei schwindender Mitte und starrem oberen Rand. Und, auch dies typisch für Deutschland, stieß der Zuwachs vor Ort auf wenig Freude und wurde begleitet von nörgelnder Skepsis. Als 2015 die Pläne für neue Häuser vorgestellt wurden, befand Kirsten Jordan, Chefin des Hotel- und Gaststättenverbands in Hannover (DeHoGa): „Mit jedem neuen Haus wird der Kuchen natürlich kleiner.“ Die Belegung der Zimmer über das Jahr gesehen, sei eine echte Herausforderung, was die durchschnittliche Auslastung ja zu bestätigen scheint.&nbsp;</p>



<p>Investoren aber haben sich diesen Kuchen wohl genauer angesehen und offensichtlich als groß genug für Budget-Konzepte befunden, denn danach ging es Schlag auf Schlag. Während der Pandemie, zwischen 2020 und 2022, wurden acht Hotels mit rund 1.250 Zimmern und 2.375 Betten eröffnet. Acht bis zwölf weitere Hotels mit bis zu 1.400 Zimmern sind für die kommenden Jahre geplant, wobei deren Umsetzung abzuwarten bleibt. Aber eine Auslastung von durchschnittlich 40 Prozent hat die Investoren zumindest bislang nicht verschreckt, denn es kommt ja auch auf die durchschnittliche Rate an. Und die verzeichnet in der Messestadt Hannover durchaus signifikante Ausschläge nach oben. Da erhöht sich die Rate in Hannover bei Messen auch mal um das 13-Fache, wie 2023 beim Prizeotel, wo der Preis von 59 auf 760 Euro stieg. Das me and all war da mit einer Anhebung um das 9-Fache von 89 auf 790 Euro, etwas bescheidener, aber nicht minder geschäftstüchtig. Angebot und Nachfrage bestimmen halt den Preis, so funktionieren Märkte. Doch bei diesen Auswüchsen darf man sich auch nicht wundern, wenn darunter langfristig das Messegeschäft leidet. Denn Aussteller wie Messegeäste haben eben auch nur ein bestimmtes Budget. So sägt man am Ast, auf dem man sitzt. Schließlich sorgen Geschäftsreisende und Messegäste in Hannover für 80 Prozent der Hotelauslastung.&nbsp;</p>



<p>Doch war und ist natürlich die Neugierde groß, wie sich die neuen Bugdet-Hotelkonzepte präsentieren, zumal einige sich in Sichtweite zueinander befinden. Premier Inn und Prizeotel liegen sich, am Rand der Innenstadt, förmlich gegenüber. Me and all sowie MOTEL ONE befinden sich in Top-Lagen der Innenstadt und sind quasi durch eine Straße miteinander verbunden. In diesem ersten Test dieser Art sollen jene vier Hotelkonzepte miteinander verglichen werden, die auch Titelgeber dieses Beitrages sind. Alle hier vorgestellten wurden besucht und getestet, jedoch nur das Premier Inn in Hannover, MOTEL ONE in Berlin, Prizeotel in Hamburg und das me and all in Düsseldorf, was terminlichen und organisatorischen Umständen geschuldet war. Über das Premier Inn wurde bereits in Cost &amp; Logis 2023 berichtet.</p>



<p>Bei diesem Vergleichstest der Hotelkonzepte liegt der Fokus auf der Frage, wie die Erwartungen des Gastes erfüllt werden, auch auf Grundlage von den Leistungsversprechen dieser Budget-Anbieter.</p>


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<figure class="aligncenter size-thumbnail is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-150x150.png" alt="" class="wp-image-15801" style="object-fit:cover;width:120px;height:120px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-150x150.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-300x300.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-70x70.png 70w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-360x360.png 360w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed.png 472w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>
</div>


<p><strong>Zimmer:&nbsp;</strong>Alle vier Konzepte präsentieren sich designorientiert und heben dies in der Werbung auch hervor. Die Zimmergrößen um die Quadratmeter sind mehr oder weniger einheitlich, wobei Premier Inn der einzige Anbieter ist, der seine Zimmergrößen nicht im Internet ausweist. Hier musste vor Ort nachgemessen werden. Die Ausstattung ist, räumlich bedingt, auf das Wesentliche reduziert. Prize bietet zusätzlich einen Schreibtisch, das me and all eine Kaffeemaschine, Premier Inn sogar beides und MOTEL ONE weder noch. Aber hier hält jeder, was er versprochen hat.</p>


<div class="wp-block-image">
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<p><strong>Bett:&nbsp;</strong>Die Bettausstattung ist bei allen solide, mit Luft nach oben, aber für Budget auskömmlich. Alle betonen ihre guten Betten, was erlaubt ist. me and all spricht gar von „Megagemütlichen Boxspringbetten“, aber Premier Inn macht den Fehler, guten Schlaf zu garantieren. Schlaf ist so komplex, dass diese pauschale Aussage am Rande der Irreführung wandelt. Da reicht das Gebotene dann nicht, um in diesem Vergleich zu punkten.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
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<p><strong>Bad:&nbsp;</strong>Bei me and all teilintegriert, aber in allen Fällen mit dem Notwendigen ausgestattet und funktionstüchtig. Bei diesen Größen versteht es sich von selbst, wie im restlichen Zimmer auch, dass sich zwei Personen schon physisch koordinieren müssen, um eine unfallfreie Nutzung zu gewährleisten.&nbsp;</p>


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<figure class="aligncenter size-thumbnail is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-3-150x150.png" alt="" class="wp-image-15805" style="object-fit:cover;width:120px;height:120px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-3-150x150.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-3-300x300.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-3-70x70.png 70w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-3-360x360.png 360w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-3.png 472w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>
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<p><strong>Hygiene:&nbsp;</strong>Während me and all sowie Prize ohne Beanstandung sind, fällt das MOTEL ONE durch überdurchschnittliche Sauberkeit auf. Das mag daran liegen, das MOTEL ONE auch einfach weniger Elemente hat, die schmutzig werden können. Für diese Aussage der besonderen Sauberkeit wurden sogar, zeitlich versetzt, zwei verschiedene Hotels in Berlin getestet. Premier Inn fällt leider durch das Gegenteil auf. Die Hygienewerte stehen zudem, sowohl im Bad als auch im Zimmer, im krassen Widerspruch zu dem Hygieneversprechen. Denn auch hier lehnt sich Premier Inn durch Aussagen wie: „Premier Inn CleanProtect&nbsp;ist unser erweitertes Hotelreinigungsversprechen.“ oder „Premium. Alles sauber.“ weit aus dem Fenster, um dann herauszufallen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-thumbnail is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-4-150x150.png" alt="" class="wp-image-15806" style="object-fit:cover;width:120px;height:120px" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-4-150x150.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-4-300x300.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-4-70x70.png 70w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-4-360x360.png 360w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/unnamed-4.png 472w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></figure>
</div>


<p><strong>Service:</strong>&nbsp;Bei Budget darf der Gast nur eine Mindesterwartung haben, also kein Valet Parking, kein Portier, kein Page oder Concierge. Aber das Mindeste muss eben sein. Und dazu gehört auch das Zusenden einer Rechnung, wozu Premier Inn leider wohl nicht in der Lage war, trotz Nachforderung und bis heute. Und auch auf Fragen auf der firmeneigenen Internetkontaktseite erfolgte keinerlei Reaktion, entgegen der Ankündigung, jede Frage spätestens nach drei Tagen beantwortet zu haben. Damit ist auch hier Premier Inn das Schlusslicht, während alle anderen ihren Job machen.<strong></strong></p>



<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="549" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-1024x549.png" alt="" class="wp-image-15807" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-1024x549.png 1024w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-300x161.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-768x411.png 768w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-1536x823.png 1536w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-2048x1097.png 2048w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-580x311.png 580w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-860x461.png 860w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/zusammenfassung-1160x621.png 1160w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="652" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-1024x652.png" alt="" class="wp-image-15808" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-1024x652.png 1024w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-300x191.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-768x489.png 768w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-1536x978.png 1536w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-580x369.png 580w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-860x548.png 860w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2-1160x739.png 1160w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2025/03/punkte2.png 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><strong>Fazit &amp; Ausblick</strong></p>



<p><strong>Premier Inn:</strong>&nbsp;Man kann sich an den eigenen Versprechen auch verschlucken. Premier Inn leistet viel für wenig Geld und würde normalen Erwartungen auch mehr als entsprechen. Doch Leistungsversprechen wie „Premier Inn CleanProtect&nbsp;ist unser erweitertes Hotelreinigungsversprechen“ und „Guter Schlaf garantiert“ oder „Eine gute Nacht. Versprochen.“ legen die Messlatte bei Hygiene und Bett einfach zu hoch und werden in diesem Umfang nicht erfüllt. Wie bei dieser niedrigen Rate Geld verdient und das Niveau gehalten werden soll, ist auf den ersten Blick schwer nachzuvollziehen. Doch anders als beim Wettbewerb, ist Premier Inn meist auch Inhaber der Immobilie – und zudem ein großer Konzern und Teil eines noch größeren. Daher liegt der Fokus des Anbieters hier vielleicht auch auf anderen Aspekten. Also erst auf Beton und dann auf den Gästen, die das Gebäude trocken halten? Und das Kapital für weiteres Wachstum ist wohl auch vorhanden. Damit wird Premier Inn seinen Weg sicherlich weitergehen und kann mit den hier vorgestellten Defiziten ohne Probleme leben.</p>



<p><strong>Prize</strong>&nbsp;sowie&nbsp;<strong>me an all</strong>&nbsp;teilen sich den zweiten Platz. Aber auch das mutigste Design sowie Lifestyle sind dem Zeitgeist ausgeliefert – und der verändert sich. Grundsätzlich kein Problem, aber es fragt sich, wie diese einst innovativen, von Persönlichkeiten der Branche entwickelten Konzepte unter den Dächern großer Hotelkonzerne wie Radisson und Hyatt weiter blühen sollen. Denn in beiden Fällen werden diese Marken nun von großen Hotelkonzernen benutzt, um im eigenen Portfolio das untere Preissegment zu bedienen. Da geht das Eigenständige schnell flöten. Die im Vergleich jeweils geringe Zahl an Standorten gibt zusätzlich zu denken, ob das Ursprungskonzept in seiner Reinform eine Zukunft im Sinne einer Ausweitung von Standorten haben wird. Besonders schade bei me and all, wo das Konzept wohl schon seit Jahren in der Schublade lag. Es kam wohl zu spät, um rechtzeitig zur Marke zu werden.</p>



<p><strong>MOTEL ONE</strong>&nbsp;überzeugt auf der ganzen Linie und schafft es mit der kleinsten Leistung (es wird aber alles gehalten, was auch versprochen wird) eine im Vergleich satte Rate zu realisieren. Das schafft man nur als Marke, die sich eine bemerkenswerte Präsenz in der deutschen Hotellandschaft erobert hat, was auch der Zahl der Hotels und der Top-Lagen geschuldet ist. Und da weiter inhabergetrieben, gibt es sicherlich auch die spirituelle Power, um dieses Hotelkonzept in weitere Sphären zu treiben.<strong></strong></p>
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		<title>Eine Perle am Rhein</title>
		<link>https://cost-logis.de/2024/10/17/eine-perle-am-rhein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[blueman]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 13:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Breidenbacher Hof im Re-Test Hotel: Breidenbacher Hof, DüsseldorfZimmerzahl: 106Kategorie: Fünf Sterne SuperiorEröffnung: 2008 (Gründung 1812; letzte Renovierung 2016)Test: Mai 2024Bezahlte Rate: 604,00 Euro, inklusive Frühstück Der Autor Jens Rosenbaum ist Journalist, Verleger und Hotel-Tester. Der Breidenbacher Hof in Düsseldorf zählte 2018 mit zu den ersten Hotels, die im Rahmen dieser Testserie unter die Lupe...</p>
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<p>Der Breidenbacher Hof im Re-Test</p>



<div class="ht-block"><strong>Hotel:</strong> Breidenbacher Hof, Düsseldorf<br /><strong>Zimmerzahl:</strong> 106<br /><strong>Kategorie:</strong> Fünf Sterne Superior<br /><strong>Eröffnung:</strong> 2008 (Gründung 1812; letzte Renovierung 2016)<br /><strong>Test:</strong> Mai 2024<br /><strong>Bezahlte Rate:</strong> 604,00 Euro, inklusive Frühstück</div>



<p><em>Der Autor Jens Rosenbaum ist Journalist, Verleger und Hotel-Tester.</em></p>



<p>Der Breidenbacher Hof in Düsseldorf zählte 2018 mit zu den ersten Hotels, die im Rahmen dieser Testserie unter die Lupe genommen wurden. Von Beginn an wurde darauf geachtet, das gesamte Spektrum der Hotellerie zu erfassen. Vom luxuriösesten fünf Sterne Superior Hotel über den einfachsten Landgasthof bis zum Discount-Hotel sollten Daten von mindestens hundert Hotels erfasst werden, um später auf Basis dieser repräsentativen Erhebung zu vergleichenden Aussagen kommen zu können. 2018 jedoch war die Datenbasis noch nicht ausreichend genug, um eine abgesicherte Bewertung vornehmen zu können. Gleichwohl viel der Breidenbacher Hof schon damals positiv auf, doch war seinerzeit eben noch keine verifizierbare Einordnung möglich. Erst im Rückblick zeigte sich, dass hier Außergewöhnliches geboten wurde und schon seinerzeit eine Auszeichnung verdient gewesen wäre. Sechs Jahre sind seitdem vergangen und dem Breidenbacher Hof sollte nun in einem Re-Test die Möglichkeit gegeben werden, die Konstanz seiner Leistung unter Beweis zu stellen.</p>



<p><strong>Zimmer</strong></p>



<p>Gebucht wurde direkt auf den Internetseiten des Hotels ein Deluxe Zimmer (in der Reservierungsbestätigung als Deluxe King Room ausgewiesen), das mit einer Größe von 48 bis 55 Quadratmetern angeboten wird. Da die Übernachtung um einen Feiertag herum erfolgte und das Hotel entsprechend freie Kapazitäten hatte, gab es beim Check-in ein Upgrade in die Kategorie Grand Deluxe, das mit einer Fläche von 52 bis 73 Quadratmetern beworben wird. Eine sehr kluge Raumaufteilung in U-Form lässt dieses Zimmer dann sogar noch größer erscheinen als es mit seinen tatsächlich gemessenen, gut 64 Quadratmetern bereits ist. Das großzügige Entrée mit Bar samt Pantry, die sich bei Bedarf elegant hinter einer Schiebetür ungewünschten Blicken entziehen kann, mündet in einen weiträumigen und sehr hellen Wohn- und Schlafbereich mit edlem Holzboden. Zwei große Teppiche sowie eine Kommode grenzen diese Bereiche optisch voneinander war. Der Wohnbereich ist mit einem Sessel, einer bequemen Couch, die als zusätzliche Schlafstätte für zwei Personen ausgeklappt werden kann, und drei Tischen großzügig ausgestattet. An der Wand ein großer Schreibtisch nebst separatem Stuhl und einem Flachbildschirm. Ein weiterer Flachbildschirm erhebt sich per Knopfdruck aus der beschriebenen Kommode und ermöglicht das Fernsehen auch vom Bett aus. Designelemente und Farben werden sparsam verwendet, hell und ruhig daher die Wirkung. Vom Schlafbereich erfolgt der Schwenk in einen Flur, der linksseitig mit Schränken aufwartet und rechts in das Bad führt. Die Klimaanlage leistet bei 50 bis 56 Dezibel beinah geräuschlos ihre Arbeit und lässt sich, wie die sonstige Zimmertechnik, über drei Panels steuern. Davon eine am Eingang sowie eine je links und rechts in den Schubladen der Nachttische. Einfach zu bedienen, aber wenn es mal dunkel ist, sollte man sich vorher gemerkt haben, wo welche Taste für welche Funktion liegt. Die Ausgewogenheit des Zimmers wird sprichwörtlich in den Nachttischen sichtbar. Dort werden links die Bibel und rechts die Lehren Buddhas geboten. Die Einrichtung ist hier und dort etwas in die Jahre gekommen, mit minimalen Gebrauchsspuren, aber absolut gepflegt. Das Zimmer erfüllt mit Größe, Ausstattung und Gestaltung alle Erwartungen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png" alt="" class="wp-image-14217" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Bett</strong></p>



<p>Das Bett, vor einer champagnerfarbenen Kassettenwand mit integriertem Kopfteil, überrascht mit einer Breite von ungewöhnlichen 240 Zentimetern bei einer Länge von 200 Zentimetern. Hier war zu erfahren, dass dieses Bett als Twin-Bett ausgelegt ist, um im Falle des Trennens eine komfortable Breite von jeweils 120 Zentimetern bieten zu können. Das ist lobenswert. Aber dann wäre auch eine Länge von über 200 Zentimetern sinnvoll und logisch gewesen, wenn besonderer Schlafkomfort geboten werden soll. Kein Drama, dass es nun nur 200 sind, aber trotzdem schade. Die Sitzhöhe, um bei den Maßen zu bleiben, ist mit 68 Zentimetern recht hoch und resultiert, neben einem 38 Zentimeter hohem Unterbau, aus einem 10 Zentimeter hohen Schaumtopper im Format 240&#215;200 Zentimeter, der auf zwei jeweils 20 Zentimeter hohen Tonnentaschenfederkernmatratzen ruht. Das Bett selbst ist schlicht gehalten, ohne Zierkissen und Tagesdecke, mit je zwei Kopfkissen und einer mächtigen, 280 x 220 Zentimeter großen Zudecke, gefüllt mit 90% Daunen und 10% Federn, jedoch von der Ente und nicht von der höherwertigeren Gans. Die beiden Kissen im Format 40 x 80 Zentimetern mit Federfüllung und 50 x 90 Zentimetern, mit einer Daune gefüllt, sind sich sowohl im Format als auch der Stützkraft sehr ähnlich, doch liegt dem Bett ein umfassendes Kissenmenü bei, wo die Auswahl für die Gäste um sechs weitere Kissen verschiedenster Art erweitert wird. Das ist mehr als auskömmlich. Ein mit der Buchung vorab bestelltes Nackenstützkissen lag daher bereits auf dem Bett und bot im Format 40 x 60 Zentimeter und aus Latex bestehend den gewünschten Komfort. Klimatisch insgesamt ausgewogen, wozu auch die feine, mit Stickereien versehene Bettwäsche beiträgt, stünde mit diesem Bett einer guten Nacht nichts im Wege, wäre da nicht der mit starren Leisten versehene und mit Stoff bezogene Unterbau unter den Matratzen. Null Federweg unter der Matratze bedeutet immer eine gewisse Einschränkung im Liegekomfort. Nun ist ebenjener so individuell wie subjektiv, doch die Sensibelchen unter den Gästen wissen, wovon ich rede. Auch hinkt das Bett dem technisch voll ausgestatteten Zimmer hinterher, weil sich bei diesem eben nichts verstellen lässt. Eine motorisch verstellbare Unterfederung, um den Bildschirm oder anderes sitzend im Bett genießen zu können, wäre fein. Und das kleinere von beiden Kissen war im Begriff Federn zu lassen und bräuchte mal einen Ersatz, wobei die Federn, aufgrund der Bezüge, aber keinen Weg in das Bett gefunden haben. Um nicht falsch verstanden zu werden: Das hier Gebotene ist eine grundsätzlich nicht zu beanstandende Leistung! Für ein Hotel jedoch, dessen Bestreben es ist, die Erwartungen der Gäste zu übertreffen, gibt es hier noch etwas Luft nach oben.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1.png" alt="" class="wp-image-14219" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Bad</strong></p>



<p>Dieses vereint auf knapp 11 Quadratmetern einen Waschtisch, freistehende Badewanne und, jeweils durch Glastüren separiert, WC mit BD und Dusche. Auch hier wirkt alles leicht und hochwertig, perfekt ausgeleuchtet und stimmig, aber WC und Dusche liegen etwas unter dem neuen Luxusstandard.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1.png" alt="" class="wp-image-14219" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Hygiene</strong></p>



<p>Die Messungen aus 2018 waren, wie sich schnell zeigte, kein Zufall. Auch dieser Re-Test bescheinigt dem Breidenbacher Hof wieder einzigartig tadellose Werte. Mit einem Hygienewerte beim Bett von 800 KbE (Hygieneklasse I, der Branchendurchschnitt liegt hier bei 2.500 KbE) und 729 KbE im sonstigen Zimmer (Branchendurchschnitt 1.527 KbE), liegt dieses Hotel in Düsseldorf in der absoluten Spitzengruppe. Solche Werte lassen sich nur erzielen, wenn dauerhaft mit gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einem klugen Plan gearbeitet wird und Zimmerkonzept samt -ausstattung die Umsetzung in der harten, täglichen Praxis auch gewährleisten. Es waren auch weder Fingerabdrücke zu finden noch Haare, Krümel oder Staub – egal, wo ich auf allen Vieren durch Zimmer und Bett gerobbt bin, womit auch jenseits der technischen Messwerte eine tadellose Sauberkeit testiert werden kann. Damit stellt der Breidenbacher Hof eine Klasse für sich dar, denn sonst finde ich immer etwas, hier aber gab es einfach nichts zu finden. Für den Hygieneschutz wurden, vielleicht etwas übertrieben, jeweils zwei Hygieneschutzbezüge aus Baumwolle pro Kissen eingesetzt und bei den Matratzen, die einen durch Reißverschluß abnehmbaren Bezug hatten, ein durchgehendes Spannbettuch. Dieses bestand aus einer Oberseite mit Polyester- und Lyocellgewebe, einer feuchtigkeitsundurchlässigen Mittelschicht aus Polyetherblockamid und einer Unterseite aus Baumwolle. Diese neue Interpretation eines Moltons ist eine kluge Alternative gegenüber den sonst gebräuchlichen Encasings aus Vollkunststoff. So war in Summe der Einsatz von vermeidbaren Kunststoffen, wie das bei normalen Encasings leider der Fall ist, gering, bis auf den Matratzenkern alles waschbar und damit ein zumindest umweltfreundlicheres Bett als es sonst üblich ist.</p>



<p>An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, dass ein Wert von 800 KbE beim Bett nicht bedeutet, dass dieses weniger sauber ist als ein Zimmer mit 729 KbE. Bei diesen Werten handelt es sich, bezogen auf die jeweils vorgenommenen Messungen, um mathematische Durchschnittswerte, die immer nur in Bezug auf die Referenzwerte der jeweiligen Messgruppe gesehen werden dürfen. Und um zu verdeutlichen, was die Zahl 729 KbE für das Zimmer bedeutet, sei an die Vergleichswerte der letzten Hotel-Tests aus dem Premier Inn in Hannover mit 33.134 KbE und dem Steigenberger in Leipzig mit 13.246 KbE erinnert. Der geneigte Leser wird feststellen: Dazwischen liegen Welten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png" alt="" class="wp-image-14217" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Service</strong></p>



<p>Ein guter Personalschlüssel ist das Eine. Ein Plan, wie das Personal mit den Gästen interagiert, das Andere. Und schön, wenn man beides hat. Beim Breidenbacher Hof, der für seine 106 Zimmer knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz hat, wurde ich vorab vom Personal Assistant Manager nicht nur per Mail individuell kontaktiert, sondern auch telefonisch, um alle Wünsche zu erfassen. Und bei Anreise gab es, obwohl zuvor nie gesehen, eine namentliche Begrüßung sowohl durch den Portier als auch durch den Wagenmeister. Und dies setzte sich im Hause fort, gleich wem ich vom Personal begegnete. Als ob ich, nach längerer Abwesenheit, wieder mal nach Hause zurückgekehrt wäre. Das hat man davon, wenn der Managing Director jeden Abend die Liste der neu anreisenden Gäste durchgeht und alle Mitarbeiter so ein tägliches, schriftliches Briefing erhalten, unter anderem eben auch mit Namen und Bild – Google macht es möglich. Das schafft eine private Atmosphäre sondergleichen, nirgendwo aufdringlich, stets auf höflicher Distanz aber gleichzeitig nah am Gast. Überflüssig zu erwähnen, dass eine solche Wohlfühlatmosphäre seine Wirkung nicht verfehlt. Umso verwunderlicher, dass ich, nach mehr als 100 getesteten Hotels, dies nur aus dem Breidenbacher Hof kenne, wo dieses Modell der Gastlichkeit doch auch von anderen praktiziert werden könnte. Natürlich setzt dies Engagement und Disziplin auf allen Ebenen voraus und bedeutet einen immensen zusätzlich Aufwand. Aber wer will, der kann auch. Und hier will man auf jeden Fall mehr, als es anderenorts geboten wird. Ob beim Dinner, an der Bar, in der Lobby oder beim Frühstück, die Leistungen bei Produkt und Service sind überragend und stets mit dem Gefühl verbunden, mehr als nur Gast eines Hotels zu sein. Eher wie bei Freunden. Auch wenn man bei der Abreise dann zur Kasse gebeten wird, aber das gehört sich auch so, denn ein Hotel ist ja ein Wirtschaftsbetrieb.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png" alt="" class="wp-image-14217" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Das sagt das Hotel</strong></p>



<p>CEO &amp; Managing Partner Herr Cyrus Heydarian stand mit seiner leitenden Hausdame persönlich für alle Fragen sofort zur Verfügung. Auch wurde der Hotel-Betten-Check im Internet absolviert, wobei einige der Verbesserungsmöglichkeiten dem Breidenbacher Hof bereits bekannt waren und im Zuge einer geplanten Erneuerung in 2025 angegangen werden sollen. Es wurde von Seiten des Hotels dem Test große Aufmerksamkeit geschenkt und viel Zeit investiert, was von dem ehrlichen Interesse zeugt, jede weitere Verbesserungsmöglichkeit zu prüfen.</p>



<p><strong>Fazit &amp; Empfehlung</strong></p>



<p>Ein Re-Test ist immer so eine Sache, da es ja bereits eine gewisse Erwartungshaltung gibt, meist verbunden mit einer Portion Skepsis und dem Wissen, wo man Suchen muss, um Mängel zu finden. Aber so kritisch ich auch an die Sache herangegangen bin, so überzeugt bin ich nach diesem Re-Test, dass der Breidenbacher Hof, im positiven Sinne, eine Ausnahmeerscheinung ist. Jenes, was noch Luft nach oben hat, von Mängeln dürfen wir da nicht sprechen, ist bereits auf dem Radar des Hotels und soll im Rahmen der anstehenden Renovierung angegangen werden. Natürlich hat der Breidenbacher Hof seinen Preis, der aktuell beim Doppelten dessen liegt, was das andere fünf Sterne Superior Hotel in seiner unmittelbaren Nachbarschaft aufruft. Aber dies nicht nur zurecht, sondern einerseits zwingend notwendig, denn Leistung kostet Geld. Ich kann nur dazu ermutigen, die Preiselastizität der Gäste nach oben weiter auszutesten, da der Breidenbacher Hof sein Niveau nicht nur halten, sondern ja weiter ausbauen möchte. Und dafür sind Investitionen unabdingbar, die sich ohne die dafür notwendigen finanziellen Mittel nicht werden stemmen und halten lassen. Dieses Leistungsniveau braucht auf der anderen Seite natürlich auch Gäste, die Geld haben und dieses Leistungsniveau zu schätzen wissen – aber davon gibt es reichlich. Wer in den Metropolen dieser Welt problemlos fünfstellige Raten für die Nacht zahlt, wird auch höhere Raten in einem besonderen Hotel in Düsseldorf akzeptieren, wenn die Leistung stimmt – und das ist hier ohne jeden Zweifel der Fall. Im Umkehrschluss gilt es, weiter mutig zu sein, den Schnäppchenjägern dieser Welt nicht entgegenzukommen, auch wenn darunter vielleicht mal die Auslastung leidet. Nun werden zwischen Kö-Graben und Rhein noch nie Austern gezüchtet worden sein, aber der Breidenbacher Hof ist nun mal eine Perle, und echte Perlen haben eben ihren Preis.</p>



<p>Dem gesamten Team vom Breidenbacher Hof kann ich zu dieser Ausnahmeleistung nur gratulieren, verbunden mit der Verleihung des Clean-Sleeping-Award 2024. Zusätzlich wird mit Spannung den Umbauten im Jahr 2025 entgegengesehen und verfolgt, welche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung auf höchstem Niveau umgesetzt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png" alt="" class="wp-image-14217" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="130" height="130" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2024/10/cleansleep.jpg" alt="" class="wp-image-15584" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2024/10/cleansleep.jpg 130w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2024/10/cleansleep-70x70.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px" /></figure>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mittelmaß im Luxushotel?</title>
		<link>https://cost-logis.de/2024/02/27/mittelmass-im-luxushotel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[blueman]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2024 16:02:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://cost-logis.de/?p=15179</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dieses Test-Ergebnis dürfte den Ansprüchen der Marke nicht genügen. Hotel: Steigenberger Icon Grandhotel Handelshof, Leipzig^ Zimmerzahl: 177 Kategorie: ohne offizielle Klassifizierung Luxus, nach eigener Definition Eröffnung: 2011 Test: Dezember 2023 Bezahlte Rate: 302,00 Euro, inklusive Frühstück Der Autor Jens Rosenbaum ist Journalist, Verleger und Hotel-Tester. Nach dem letzten veröffentlichten Test (ein 179-Zimmer großes Budget-Hotel) steht...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieses Test-Ergebnis dürfte den Ansprüchen der Marke nicht genügen.</p>



<div class="ht-block">
<strong>Hotel:</strong> Steigenberger Icon Grandhotel Handelshof, Leipzig^<br>
<strong>Zimmerzahl:</strong> 177<br>
<strong>Kategorie:</strong> ohne offizielle Klassifizierung<br>
Luxus, nach eigener Definition<br>
<strong>Eröffnung:</strong> 2011<br>
<strong>Test:</strong> Dezember 2023<br>
<strong>Bezahlte Rate:</strong> 302,00 Euro, inklusive Frühstück<br>
</div>



<p><em>Der Autor Jens Rosenbaum ist Journalist, Verleger und Hotel-Tester.</em></p>



<p>Nach dem letzten veröffentlichten Test (ein 179-Zimmer großes Budget-Hotel) steht nun ein 177 Zimmer umfassendes Luxus-Hotel einer bekannten deutschen Hotelmarke auf dem Prüfstand. Seit 2018, dem Beginn meiner Artikelserie über Hotel-Tests und der hierzu begleitenden Studie, habe ich immer auch ein Auge auf die deutschen Hotelmarken geworfen. Nicht alle sind mehr in deutscher Hand, aber gleichwohl alle noch von Bedeutung. In diesem Test nun das Steigenberger Icon Grandhotel Handelshof in Leipzig. Leipzig beherbergt 18 Hotels, die gemäß Hotelstars Union Deutschland der Vier-Sterne-Kategorie angehören, jedoch keines in der Fünf-Sterne-Kategorie. Bei der Deutschen Hospitality wird vermutlich niemand widersprechen, wenn das Steigenberger Icon Grandhotel Handelshof genau dort verortet werden soll, als Luxus-Hotel mit Fünf-Sterne-Anspruch. Denn genauso werden die Icon-Hotels bei Steigenberger auch beschrieben, „die ein luxuriöses, erstaunlich unprätentiöses Erlebnis der Gastfreundschaft bieten“ sollen.</p>



<p><strong>Zimmer</strong></p>



<p>Eingerichtet im für Steigenberger typischen Stil mit dunklen Holztönen und gesetzten Farben erwartete mich, aufgrund meiner Buchung, ein „Grand Deluxe Zimmer,“ das aus Flur, Bad, begehbarer Ankleide und dem eigentlichen Zimmer besteht. Neben dem Bett samt markantem, fast deckenhohem Wandpaneel erwarten den Gast zwei bequeme, im klassischen Stil gehaltene Sessel, ein kleiner runder Tisch und ein Schreibtischboard samt Stuhl. Dort ist auch der obligatorische Flachbildschirm mit Schwenkarm untergebracht. Die Minibar im Flur verdient ihren Namen und ist vollständig ausgestattet. In Summe macht das Zimmer einen wertigen Eindruck, daher passt auch die Bezeichnung Deluxe. Doch das Grand schon nicht mehr. Denn beworben wird diese Zimmerkategorie mit 38 bis 42 Quadratmetern, für ein „großzügiges Raumgefühl“. Nun, das eigentliche Zimmer bietet in den Abmessungen von Zirka 3,9 x 4,6 Metern netto keine 18 Quadratmeter. Da ist zwar schon Raum zwischen Bett und Wand, aber eben kein großzügiger. Wir erinnern uns, das reine Zimmer im Budget-Hotel Premier Inn, siehe Test aus der Ausgabe September 2023, war in den Abmessungen nur 90 beziehungsweise 70 Zentimeter schmaler, bei einer Zimmerrate von lediglich 60 Euro. Und selbst in der Addition aller Räume, also inklusive Bad, Flur und Ankleide, komme ich für Leipzig nur auf knapp 35 Quadratmeter. Somit ergibt sich, gefühlt wie rechnerisch, eine Differenz zu der Erwartung. Das Versprechen „großzügiges Raumgefühl“ bleibt unerfüllt. Die Klima-Anlage ist bedienerfreundlich, aber nicht leise genug für die Nachtruhe. Denn mit gemessenen 57 bis 59 Dezibel im voreingestellten Modus, das entspricht von der Lautstärke her einem Radio in Zimmerlautstärke, ist mir dies zu laut. Aber dafür gibt es ja den Off-Schalter. Man kann aus kleinen Räumen viel machen, aber wer großes ankündigt, sollte auch groß liefern.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten.png" alt="" class="wp-image-14218" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Bett</strong></p>



<p>Das Bett präsentiert sich in funktionaler Schlichtheit, ohne Zierkissen oder Tagesdecke beziehungsweise -schal. Und das ist gut so, denn dergleichen optischer Zierrat beim Bett ist selten eine Hilfe für den Gast, für das Housekeeping aber immer eine Last. Pro Bettseite werden zwei Kissen im Format 50&#215;80 und 80&#215;80 Zentimetern angeboten und hier hat man sich Gedanken gemacht oder wurde gut beraten. Zumindest bieten das Zwei-Kammer-Daunenkissen und das Feder-/Faserkissen auch eine unterschiedliche Stützkraft. Und zusammen mit einem zusätzlich bestellten und auch gelieferten Nackenstützkissen aus Latex im Format 35&#215;55 Zentimeter punktet das Steigenberger hier mit einem sehr guten Kissenangebot, das zudem noch eingebettet ist in den Service, für den Gast ein hinterlegbares Schlafprofil einzurichten, um dessen Bedürfnissen so nah wie möglich zu kommen (siehe hierzu auch Service). Auch die Zudecken im Format 150&#215;200 Zentimeter mit einer Daunenfüllung sind gut gewählt. Doch während über dem Laken alles top ist, mangelt es darunter an Inspiration und am Gedanken eines gut geplanten Bettenkonzeptes. Das liegt nicht nur an einem normalen Boxspringbett in Standardausführung, wie es fast überall steht, sondern auch am Bettformat 180&#215;210 Zentimeter. Diese Überlänge wissen alle Gäste jenseits der 180 Zentimeter Körperlänger zu schätzen. Doch die Zudecke hat eben nur 200 Zentimeter Länge. Das ergibt keinen Sinn. Wenn Überlänge einen Nutzen stiften soll, dann muss das mindestens im Einklang geschehen. Das Bett hat eine Sitzkantenhöhe von 68 Zentimetern. Zur Einordnung: Ein Stuhl hat üblicherweise eine Sitzhöhe zwischen 40 und 50 Zentimetern. Je höher die Sitzfläche, desto weniger Personen erreichen beim Sitzen mit ihren Füßen noch den Boden. Bei den hier gebotenen 68 Zentimetern erreicht statistisch die Hälfte der Gäste eben jenen nicht mehr. Warum dieser Höhenflug? Den ohnehin schon üppigen Federkernmatratzen im Format 90x210x23 Zentimetern wird ein Topper in Höhe von sieben Zentimetern zugefügt. Zusammen mit dem Bettunterbau summierte es sich so nun auf stolze 68 Zentimeter, was Gästen, in Abhängigkeit von Alter und Größe, Probleme bereiten kann. Die zwei 90&#215;210 Matratzen sowie der 180&#215;210 Topper sind jeweils mit einem Encasing, also Schutzbezug ausgestattet, wobei der Topper auf den glatten Encasings der Matratzen darunter zum Rutschen neigt. Hier kommt die nächste Frage: Warum doppelte Encasings? Ohnehin bin ich kein Freund dieser wasser- und meist auch dampfundurchlässigen Schutzbezüge, da ich darauf schnell schwitze. Aber wenn nun, dann hätte der fünfseitige, baumwollbeschichtete PU-Schutzbezug für den Topper ausgereicht. Die jeweils sechsseitigen für die beiden Matratzen darunter wären mithin also überflüssig. Nachhaltig ist das nicht. Ebenso ist der Bezug der Matratzen, anders als jener des Toppers, nicht zum Waschen abnehmbar. Schade, denn fehlende Waschbarkeit begrenzt die Lebenszeit solcher Produkte. Beim Liegekomfort gilt zu beachten, dass dieser immer sehr subjektiv ist, doch sollte ein Einsinken der Schulter in Seitenlage grundsätzlich in gewissem Umfang möglich sein, was hier, trotz zusätzlichem Topper aus Schaum, nur eingeschränkt möglich ist. In Summe wirkt das alles nicht wirklich durchdacht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1.png" alt="" class="wp-image-13473" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Bad</strong></p>



<p>Das Bad, mit einer ungefähren Größe von zirka neun Quadratmetern, ist sehr schön, aber basisorientiert eingerichtet. Die Aufteilung bietet, neben einem Waschtisch mit zwei Becken, auch eine Badewanne, Dusche wie Toilette, diese jeweils separat, und eine Ankleide mit Sitzmöbel. Ganz sicher Premium, aber kein Luxus.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/3_halb_betten.png" alt="" class="wp-image-13133" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/3_halb_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/3_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/3_halb_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Hygiene</strong></p>



<p>Technisch gemessene Werte bei der Hygiene sind stets anders zu werten als rein visuelle Beobachtungen. So stellen Haare Dritter keine Gefahr für den Gast dar, doch sind sie unschön und vermeidbar. So bietet das Bett in Leipzig, bei ordentlichen Hygienewerten von 1.546 KbE (Hygieneklasse 2), leider die unschöne Ansicht einer Auswahl an Haaren auf dem Encasing für den Topper. Verschiedene Längen, Farben und Formen lassen vermuten, dass hier eine Sammlung vorlag. Da der Schutzbezug beschichtet ist, lässt sich dieser nicht einfach abwischen, sondern muss regelmäßig gewaschen werden. Das ist dann wohl schon länger nicht mehr gemacht worden. Länger her ist auch ein gründliches Saugen des Teppichs, speziell im schmalen Gang zwischen Bett und Wand, wo sich eine deutliche Schicht diverser Partikel zu bilden beginnt. Und so setzten sich kleine Details in Sachen fraglicher Sauberkeit fort, wie beim Wassertank der Espressomaschine, der Fernbedienung, dem Telefon oder der Dusche mit Schaumresten am Fliesenspiegel sowie Schimmelspuren an den Fugen. Speziell dort, wo der ausgestreckte Arm nicht mehr hinkommt und wofür es eine Verlängerung braucht oder einen Tritt. Bei all diesen Details braucht es nicht nur die Sorgfalt der Ausführenden, sondern auch die passenden Vorgaben der Führenden. So kippt hier die Wertung von einem überdurchschnittlich guten Wert beim Bett in Richtung Durchschnitt, respektive etwas darunter. Nicht zur eigentlichen Hygiene, aber doch in diesen Kontext gehört unter anderem auch die Beobachtung, dass alle beim Bett (Topper und Matratzen) ausgewiesenen Jahreszeiten zum Wenden nicht dem aktuellen Kalender entsprechen. Diese produktabhängigen Vorgaben werden von den Herstellern nicht ohne Grund gemacht. Diese nicht zu befolgen bedeutet, dies bewusst zu ignorieren – das glaube ich persönlich nicht – oder keine Zeit dafür zu haben. Zeit erfordert es auch, in regelmäßigen Abständen Schränke und sonstige Möbel zu inspizieren, vor allem dann, wenn die Sitzpolster auf den Sesseln praktischerweise via Klettverschluß befestigt sind. Und so durfte ich, beim Überprüfen der Sitzmöbel auf mögliche Krümeldepots der Gäste, Bekanntschaft mit Rhaphigaster nebulosa machen, zu deutsch Graue Garten- oder Stinkwanze. Dies vorab: Nach Artenbestimmung und Foto- wie Videodokumentation, auf eine Geschlechtsbestimmung wird verzichtet (wäre aber sinnvoll, da Weibchen bis zu 40 Eier&nbsp;legen), wird Rhaphigaster nebulosa, oder kurz Rhaphi, tierschutzkonform an frischer Luft wieder ausgesetzt. Dieses kleine, sechsbeinige Insekt, das sei betont, ist keinerlei Indiz für mangelnde Hygiene! Doch lieben diese Tiere die Wärme, da ursprünglich aus südlicheren Gefilden kommend, und suchen daher ab Herbst einen Ort zum Überwintern. Aber zum Zeitpunkt des Tests ist der Herbstbeginn schon länger her und Rhaphi hätte dort, im Sessel, vermutlich bis zum Frühjahr ausgeharrt, immer der Gefahr ausgesetzt, durch die unglückliche Platzierung eines gewichtiges Gästehinterteils auf dem Sitzpolster dazu genötigt zu werden, sein Sekret zu versprühen – nicht umsonst trägt es auch den Namen Stinkwanze. Dergleichen sollte daher das Housekeeping finden, nicht der Gast. Aber auch dazu braucht es Ressourcen an Personal und Zeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/2_betten.png" alt="" class="wp-image-13476" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/2_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/2_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/2_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Service</strong></p>



<p>Hier ist alles perfekt. Von der Begrüßung bis zur Verabschiedung ist es, betreffend des Personals, die reine Freude im Handelshof übernachten zu dürfen. Diskret, immer freundlich, stets aufmerksam und kompetent. Das gewünschte und zusätzlich bestellte Nackenstützkissen liegt bei Anreise wie selbstverständlich auf dem Bett. Es wird sich bei Abreise explizit nach meiner Zufriedenheit erkundigt, sonstige Anmerkungen meinerseits für mein individuelles Schlafprofil werden hinterlegt. Vorbildlich. Beim Frühstück werde ich nach meinen Namen und nicht nach der Zimmernummer befragt. Am Anreisetag, einem Sonntag, muss ich, da das Restaurant geschlossen hat, für mein Dinner in der übervollen Lobby, die auch gleichzeitig die Bar beherbergt, Platz nehmen. Dort sind lediglich zwei Mitarbeiter im Einsatz, die sich nicht nur um das Wohl der Hausgäste zu kümmern haben, sondern auch um jene, die vom unmittelbar vor der Türe stattfindenden Weihnachtsmarkt hereinströmen. Und dennoch wird meine Bestellung nach gemessenen 140 Sekunden aufgenommen, nach weiteren 180 Sekunden habe ich ein frisch gezapftes Radeberger vor mir stehen. Und alles ohne Hektik. Kompliment. Küche und Bar gehören weniger zu meinem Fokus, dennoch ist hier alles tadellos und zu meiner vollsten Zufriedenheit. Auch der Service, sowohl beim Frühstück auf jedem (!) Tisch, als auch auf dem Zimmer eine Flasche Staatlich Fachingen zu platzieren, wird von mir dankbar aufgenommen. Besser geht es in Summe nicht und so muss es hier auch die Höchstpunktzahl geben.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png" alt="" class="wp-image-14217" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>



<p><strong>Das sagt das Hotel</strong></p>



<p>Bis zum Redaktionsschluss lag keine Stellungnahme zu den von mir eingereichten Fragen vor, weder aus Leipzig direkt noch aus der parallel angefragten Zentrale in Frankfurt.</p>



<p><strong>Fazit &amp; Empfehlung</strong></p>



<p>Seit 2018 wurden, inklusive Leipzig, sieben Tests in sechs Hotels der Marke Steigenberger durchgeführt. Bereits Anfang 2022, als ich erstmals mit einem Artikel über deutsche Hotelmarken beschäftigt war, hatte ich die Zentrale in Frankfurt angeschrieben, um Auffälligkeiten erörtern zu können. Das Ausbleiben einer Stellungnahme, damals wie heute, geht einher mit der Beobachtung, dass alle getesteten Hotels, ungeachtet ihrer oft imposanten wie beindruckenden Architektur und Ausstattung sowie den meist hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei den harten Werten weder richtig gut, noch, bis auf eine Ausnahme, richtig schlecht waren. Irgendwo graue Mitte. Reicht das aber für die Liga der Luxus- oder Premium-Hotels? Natürlich kann ich nicht wissen, wo und wie sich die Marke Steigenberger selbst sieht und/oder positionieren möchte. Doch wer Luxus-Kunden auf Dauer überzeugen möchte, und die Werbung ruft ja nach diesen, muss sich um die oben beschriebenen Details kümmern. Doch das scheint irgendwie nicht ausreichend der Fall zu sein. Liegt das an fehlender Wahrnehmung, mangelndem Interesse oder zu großen, anderen Baustellen? Es darf nicht vergessen werden, dass Steigenberger nicht nur einen Inhaberwechsel hatte, sondern auch Aufsichtsrat und Vorstände während dieser Zeit im Wechselmodus waren. Das schafft Unruhe und mag möglicherweise ablenken von scheinbar unwichtigen Details. Aber auf genau diese kommt es an, wollte man sich einen Platz im Olymp der Hotellerie sichern. Bezogen auf Leipzig kommt der Handelshof, trotz aller Kritik, vor allem dank seines Teams auf eine insgesamt noch zufriedenstellende Beurteilung. Das Potenzial für mehr ist aber vorhanden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="303" height="66" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1.png" alt="" class="wp-image-13473" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1.png 303w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/3_betten-1-150x33.png 150w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie gewonnen, so zerronnen</title>
		<link>https://cost-logis.de/2023/11/29/wie-gewonnen-so-zerronnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jens Riemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2023 14:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Autor Jens Rosenbaum ist Herausgeber, Journalist und Hotel-Betten-Experte. Premier Inn legt ein kräftiges Wachstum hin und macht durch starke Umsatzzahlen auf sich aufmerksam. In Hannover wurde 2021 das ehemalige Star Inn mit 179 Zimmer übernommen und umgestaltet. In unmittelbarer Nachbarschaft steht zudem die baldige Eröffnung eines weiteren, neuen 220-Zimmer-Hotels der Gruppe bevor, was die...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p><em>Der Autor Jens Rosenbaum ist Herausgeber, Journalist und Hotel-Betten-Experte.</em></p>



<p>Premier Inn legt ein kräftiges Wachstum hin und macht durch starke Umsatzzahlen auf sich aufmerksam. In Hannover wurde 2021 das ehemalige Star Inn mit 179 Zimmer übernommen und umgestaltet. In unmittelbarer Nachbarschaft steht zudem die baldige Eröffnung eines weiteren, neuen 220-Zimmer-Hotels der Gruppe bevor, was die Zahl von bislang 53 Hotels in Deutschland weiterwachsen lässt. Premier Inn wirbt mit Raten ab 49 Euro. Wir haben uns angesehen, was dafür geboten wird.</p>



<p><strong>Zimmer</strong></p>



<p>Was darf man für 60 Euro erwarten? Oder gar für 49 Euro, wie es die Werbung verspricht, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Bei Premier Inn in Hannover sind dies zirka 3,70 mal 3 Meter für das reine Zimmer und etwas weniger für Flur und Bad zusammen. Der Schreibtisch neben dem Bett umfasst auch eine Koffer- und Schuhablage, die aber nur eingeschränkt nutzbar ist – ein Teil der Ablage verschwindet unter der Schreibtischplatte. Abhängig vom Gepäckmaß reicht das aus oder eben nicht. Dazu stehen ein separater Stuhl und ein schöner Sessel sowie der fast schon obligatorische Flachbildschirm an der Wand gegenüber dem Bett. Das Lichtkonzept ist praktisch und einfach bedienbar, die Klimaanlage arbeitet leise und effizient. Der Boden ist anders als der Flur mit textiler Auslegware belegt. Im Flur selbst finden sich Schrankfächer neben Safe und Garderobenhaken. Hier kann man es sehr gut aushalten, da das Zimmer eine gewisse Gemütlichkeit und Klarheit ausstrahlt und trotz der räumlichen Enge kein solches Gefühl vermittelt. Das ist in Summe eine mehr als solide Leistung, die überzeugt.</p>



<p><strong>4,5 von 5 Punkten</strong></p>



<p><strong>Bett</strong></p>



<p>Mit einem Format von 160 mal 200 Zentimetern und einer Bettkantenhöhe von 63 Zentimetern beherrscht das Bett das Zimmer, was nicht verwundern darf, nimmt es doch ein Drittel des Raumes ein. Dabei ruht die zirka 25 Zentimeter hohe und 160 Zentimeter breite Bonellfederkernmatratze mit integriertem Schaumtopper auf zwei 80 Zentimeter breiten, brückenähnlichen Untergestellen. Brückenähnlich, da die Füße des Bettes nur durch ein mit Stoff bespanntes Brett verbunden sind. Der Schlafkomfort ist zwar noch ausreichend, aber die Punktelastizität der Matratze bauartbedingt mäßig. Die Lagerung auf einem Brett wird die Lebenszeit der Matratze zudem reduzieren: Die Federn der Matratze werden mangels Unterfederung schneller ermüden und der Schlafkomfort wird mit der Zeit abnehmen, da sich eine Kuhle bilden wird. Der Matratzenbezug ist nicht abnehmbar und somit auch nicht waschbar, womit keine nachhaltige, langfristige Nutzung möglich sein wird. Diese Sachverhalte werden in Summe ein vorzeitiges Austauschen der Matratze mit hoher Wahrscheinlichkeit erzwingen. Je Bettseite erwartet den Gast nur ein Kissen im Format 76 mal 44 Zentimeter mit einer Polyesterfüllung. Am Fuß des Bettes wird jedoch per Karte darüber informiert, dass bei Bedarf festere Kissen im Flurschrank zu finden sind. Dort finden sich auch Kissen gleicher Bauart, aber mit mehr Füllung und somit spürbar fester. Matratze und Kissen sind mit Schutzbezügen ausgestattet. Die Zudecke im Format 240 mal 220 Zentimeter, ebenfalls mit einer Polyestermikrofaserfüllung, ist überdimensioniert. Auch hier wird der Gast über die ausgelegte Karte informiert, dass bei Bedarf an der Rezeption ein kühleres Baumwollbettlaken erhältlich ist, was in Anbetracht der sehr schweren und warmen Zudecke eine gute Alternative darstellt. Das ist beachtlich viel Auswahl für ein Budget-Hotel und nimmt Rücksicht auf individuelle Schlafbedürfnisse. In Summe daher auch hier ein überzeugendes Angebot, was alle Achtung verdient! Jedoch gibt es bei der Matratze aufgrund fehlender Nachhaltigkeit sowie eingeschränkter Hygienemöglichkeiten Abzüge.</p>



<p><strong>2,5 von 5 Punkten</strong></p>



<p><strong>Bad</strong></p>



<p>Das Bad hat auf kleinem Raum alles, was benötigt wird, wobei die ebenerdige Dusche sogar ausgesprochen großzügig ist. Für eine Person ausreichend Bewegungsraum, gut beleuchtet und funktional. Der Seifenspender am Handwaschbecken ist zwar defekt, aber das schmälert nicht das Ergebnis.</p>



<p><strong>4 von 5 Punkten</strong></p>



<p><strong>Hygiene</strong></p>



<p>Jetzt kommt das Aber. Auch hier wird der Gast über eine weitere, auf dem Bett ausgelegte Karte über „Premier Inn CleanProtect“ informiert. Es wird damit geworben, dass das Housekeeping das Zimmer nach höchsten Standards reinigt. Nun, das ist leider nicht ganz so. Das Bett weist zwar in Summe sehr gute Hygienewerte auf, der Matratzenschutzbezug hingegen leider nicht. Neben etlichen Flecken, die sich dort augenscheinlich über die Zeit angesammelt haben, weist er auch einen fast doppelt so hohen Verschmutzungsgrad auf wie branchenüblich. Im Durchschnitt aller Werte reicht das dennoch ganz knapp für die Hygieneklasse Zwei (1.944 KbE). Doch scheint der hygienisch auffällige Schutzbezug kein Ausrutscher, denn auch an anderen Stellen schwächelt das Hygienekonzept. Neben fehlender Reinigungstiefe in der Toilette, was rein optischer Natur wäre, gibt es auch Probleme zum Beispiel mit dem Wasserkocher, der Fernbedienung oder der Dusche, die jenseits akzeptabler Werte liegt. So weist die Dusche eine gemessene KbE von 250.000 (!) auf, was fast dem Hundertfachen des normalen Durchschnittswertes entspricht. Da lebt etwas, was nicht leben darf &#8211; und das nicht erst seit gestern. Aber auch ohne die Dusche landet die Hygiene im Zimmer (ohne Bett) über dem doppelten Wert des allgemeinen Durchschnitts, der bei 1.527 KbE liegt, bei Premier Inn jedoch bei 3.119 KbE, wohlgemerkt ohne Dusche. Und das spricht nicht gerade für ein funktionierendes „CleanProtect“. </p>



<p><strong>0 von 5 Punkten</strong></p>



<p><strong>Service</strong></p>



<p>Der Service vor Ort war freundlich, zuvorkommend und nach eigener Auskunft 24/7 erreichbar. Die via Mailversand zugesagte Rechnung traf jedoch nicht ein, im Gegensatz zur Buchungsbestätigung. Ein Fehler bei der E-Mail-Adresse scheidet damit also aus. Ebenso wenig wurden die Fragen beantwortet, die via Internet-Kontaktseite gemäß den dortigen Vorgaben gestellt wurden und nach Auskunft der Webseite von Premier Inn eigentlich binnen drei Tagen hätten beantwortet werden sollen. Eigentlich. Das ist sehr schade, weil unnötig.</p>



<p><strong>2 von 5 Punkten</strong></p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Das Zimmer- und Bettenangebot als solches ist für diesen Preis beindruckend gut. Respekt. Aber alles hat seinen Preis und irgendwo muss wohl doch gespart werden, wenn bei einer Zimmerrate von 60 Euro noch einen Ertrag erzielt werden soll. Es drängt sich hier, auf Grundlage der erfassten Daten, der Eindruck auf, dass vielleicht auch das Housekeeping einen Beitrag zum Sparen leisten soll. Denn die zu beanstandenden Hygiene-Defizite sind keine Ausrutscher im klassischen Sinne, sondern lassen vermuten, dass stets zu wenig Zeit ist. Zu wenig Zeit, den Wasserkocher zu kontrollieren, den Matratzenschutzbezug zu wechseln oder die Dusche gründlich zu reinigen. Selbst Reinigungsmittel brauchen Zeit, um gründlich aufgetragen und wirken zu können. Da gibt es keine sinnvolle Abkürzung. Denn auch wenn das Zimmer klein ist, bedeutet dies nicht, dass das Housekeeping dafür auch weniger Zeit benötigt. Es sind nicht die Flächen der Böden, auf die es ankommt, sondern die Menge der zu beachtenden Details. Und die ist hier nicht viel kleiner als in einem Vier-Sterne-Superior-Hotel, das 200 Euro pro Nacht mehr nimmt. Die gravierenden Hygienemängel und die Defizite im Service verhindern leider ein gutes Gesamtergebnis.</p>



<p><strong>Gesamt: 2 von 5 Punkten</strong></p>



<p><strong>Empfehlung</strong></p>



<p>Es wäre zu wünschen, wenn hier, bei einem sonst wirklich guten Grundprodukt, die Service- und Hygienekonzepte überprüft werden würden, um mögliche, systemische Schwachstellen zu finden und zu beheben. Denn wer schon Informationskarten auf die Betten legt, um über Optionen für einen „traumhaft guten Schlaf“ oder über „CleanProtect“ zu informieren, sollte die darin getätigten Versprechen auch einhalten, denn er geht ja bewusst über die normale Erwartung der Gäste hinaus. Beim Bett gelingt dies (bis auf die Nachhaltigkeit), bei der Hygiene gelingt dies hingegen (noch) nicht. Die Lösung für diese Probleme liegt vielleicht in einem Mehr an Zeit für das Housekeeping. Zumindest sollte daran nicht gespart werden, denn sonst macht man sich hinten kaputt, was vorne mühsam errichtet wurde.</p>



<p></p>



<p><strong>Hotel</strong>:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Premier Inn Hannover City University</p>



<p><strong>Zimmeranzahl:</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;179</p>



<p><strong>Kategorie:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong>Budget</p>



<p><strong>Eröffnung:</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2021</p>



<p><strong>Test:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;August 2023</p>



<p><strong>Bezahlte Rate:</strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;60,00 Euro, ohne Frühstück</p>



<p><strong>Fünf Jahre Hotel-Betten-Test haben eine umfangreiche Datenbasis geschaffen, die es nun ermöglicht, über den reinen Fokus Hotel-Bett hinauszugehen. Auf dieser Grundlage wurde der Test neu strukturiert und berücksichtigt künftig Zimmer, Bett, Bad, Hygiene und Service.</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Auch Masse kann Klasse</title>
		<link>https://cost-logis.de/2023/05/26/auch-masse-kann-klasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[blueman]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 May 2023 12:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://cost-logis.de/?p=14517</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Autor Jens Rosenbaum ist Herausgeber, Journalist und Hotel-Betten-Tester.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="max-500 aligncenter wp-image-14535 size-full" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust.png" alt="" width="1206" height="468" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust.png 1206w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust-300x116.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust-1024x397.png 1024w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust-768x298.png 768w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust-150x58.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust-696x270.png 696w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/05/hbt_tabelle_rust-1068x414.png 1068w" sizes="auto, (max-width: 1206px) 100vw, 1206px" /></p>
<p>Wird von großen deutschen Hotel-Marken gesprochen, sind es zumeist die hinlänglich bekannten wie Dorint, Lindner, Maritim oder Steigenberger, auch wenn nicht mehr alle in deutscher Hand sind. In dieser Aufzählung fehlen jedoch nicht zuletzt die Hotels im Europa Park in Rust. Dort befinden sich zwar alle Häuser an einem Standort, aber gemäß Deutschem Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ist es mit fast 6.000 Betten der größte Hotelstandort in Deutschland und auch Deutschlands größter privater Hotelbetreiber an einem Ort. Die Inhaberfamilie Mack, 2020 mit dem &#8222;Hotelier des Jahres&#8220; ausgezeichnet, bietet dort ein breit gefächertes Hotelangebot. Unter anderem auch Suiten jenseits der Eintausend-Euro-Marke. Die Redaktion von Schlafen Spezial wollte wissen, ob so viel Masse auch Klasse kann und ob sich das Leistungsangebot bei der Suite nur über die vorhandene Zimmerfläche und etwas Ausstattung definiert, oder diese Preise, die ja nicht von schlechten Eltern sind, auch im Bett ihren Niederschlag finden.</p>
<p><strong>Buchung &amp; Check-in</strong></p>
<p>Die Buchung erfolgt wie immer ohne die Nutzung eines OTAs. Gebucht wurde eine Royal Suite. Auf den Interseiten selbst gibt es leider keine Information zum Bettenangebot, außer der Zahl der Schlafplätze, was sehr schade ist. Dafür wird der Gast beim Check-in persönlich auf das Zimmer geleitet. Mehr Information zu den Betten wären aber gerade vor dem Hintergrund des Preises erwartbar gewesen, zumal reichlich Auswahl geboten wird. So gibt es ein umfassendes Kissenmenü und auch Artikel für Allergiker, wie Kissen und Bettdecken. Nur erfährt man als Gast leider nichts davon. Gleichwohl wurde per Mail und Freitext vor Anreise ein zusätzliches Nackenstützkissen angefragt.</p>
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<p><strong>Ausstattung</strong></p>
<p>Bei der Suite handelt es sich um eine Maisonette mit zwei Schlafzimmern sowie im Flur einem zusätzlichen Etagenbett für Kinder. Dazu kommen zwei Bäder, eine separate Toilette sowie ein Wohnraum. Das relativiert den Preis, da hier sechs Personen nächtigen können. Anders als in den Standardzimmern, die für weniger als ein Viertel des Preises dieser Suite zu haben sind, der gemäß Internet normalerweise bei zirka 977 Euro bei einer Einzelnutzung liegt, werden hier keine Standardbetten geboten. Hier wird in das Luxusregal einer Premiummarke gegriffen. Box-Spring-Betten im Format 180 x 200 Zentimeter mit zirka 28 Zentimeter hohen Taschenfederkernmatratzen (jeweils 90 Zentimeter breit) bieten ein üppiges Bild. Die Höhe der Bettkante ist mit gemessenen 74 Zentimetern beindruckend und vor dem Hintergrund dieser wuchtigen Betten wirkte zumindest eines der Schlafzimmer schon fast zu klein dafür. Jede Bettseite ist mit drei Kissen ausgestattet, eines davon ein 45 x 45 Zentimeter großes, polyestergefülltes Zierkissen. Die beiden anderen Kissen sind ein 35 x 40 Zentimeter messendes Kissen, ebenfalls mit Polyesterfüllung und ein 60 x 80 Kissen mit einer Mischung aus 30 % Daunen und 70 % Federn. Letzteres ist mit einem Encasing (Kissenschutzhülle) aus 70 % Polyester und 30 % Polyamid ausgestattet. Bei der Zudecke kam eine Füllung aus 70 % Daunen und 30 % Federn im Format 135 x 200 Zentimeter zum Einsatz. Auf der Matratze ruhte ein zusätzlicher, 180 Zentimeter breiter und zirka ein Zentimeter hoher Topper mit einer Faserfüllung. Ein fünf-seitiger, baumwollbeschichteter PU-Hygieneschutzbezug umfasste das Matratzenensemble. Die Bettwäsche war schlicht und eine Tagesdecke zur optischen Zierde rundet das Bild ab.</p>
<p>Erstmals in einem Hotel-Betten-Test wurde hier auch das Thema Nachhaltigkeit unter die Lupe genommen, auch wenn noch ohne Wertung in Bezug auf die Benotung. So bot der Bezug der Matratze keinen Reißverschluß, womit ein Austausch oder Waschen des Bezuges oder des Kernes, im Sinne einer nachhaltigen Produktnutzung, leider ausgeschlossen ist. Auch die Verwendung von Schutzbezügen aus oder mit PA (Polyamid) ist kritisch zu sehen, da diese, anders als PES (Polyester), nur schwer zu recyclen sind. Auch bedeuten mehr Produkte im Bett auch immer mehr Reinigungsaufwand und dadurch den Mehreinsatz von Chemikalien, Energie und Wasser. Da nur bei einem Kissen ein Encasing zum Einsatz kam, darf die Frage aufgeworfen werden, warum nicht gleich ganz darauf verzichten? Die Kissen selbst waren ja alle waschbar. Allein im Krønasår könnten so hunderte PA-haltige Bezüge eingespart werden, tausende entsprechend im gesamten Europa Park.</p>
<p>Trotz dieser Kritik ist es in Summe ein fast perfektes Angebot. Lediglich das Fehlen einer verstellbaren Unterfederung, eine ausbleibende Reaktion auf das online angefragte zusätzliche Kissen sowie das Fehlen von Überlängen verhindern hier volle fünf Punkte. Auch wenn aufgrund der Zimmertiefe vielleicht nur 200 Zentimeter lange Betten möglich sind, könnte man zumindest Zudecken in Überlänge bieten, worüber sich Gäste jenseits der 180 Zentimeter Körperlänge sehr freuen würden.</p>
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<p><strong>Schlafkomfort</strong></p>
<p>Da bei der Bettausstattung Kissen mit verschiedener Füllung und damit unterschiedlicher Stützkraft geboten wurden, gab es, auch durch das Volumen der Matratze in Kombination mit dem Topper sowie dem Zusammenspiel mit der Box, keinerlei Anlass für Kritik. In Rücken wie Seitenlage wurde hinreichender Schlafkomfort geboten und auch die Zudecke fügte sich passend in dieses Ensemble.</p>
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<p><strong>Hygiene </strong></p>
<p>Bei knapp 6.000 Betten an einem Ort muss man schon von Hotel-Industrie sprechen, wo sich dann immer unterschwellig das Wort Massenabfertigung einschleicht. Das ist hier aber weder im Umgang mit den Gästen zu beobachten noch bei der Arbeit des Housekeeping der Fall. Trotz einer durchschnittlichen Auslastung von über 80 %, auch in den Suiten, was zu einer extrem hohen Belastung der eingesetzten Produkte führt, wurde ein vorbildlich sauberes Zimmer und ebenso sauberes Bett vorgefunden. Diese gebotene Hygiene zieht sich auch durch alle anderen getesteten Elemente im Zimmer, denn es wird nie nur das Bett allein getestet. Auch solche Einrichtungsgegenstände wie Zahnputzglas, Toilettenbrille oder Fernbedienung werden messtechnisch unter die Lupe genommen. Und bis auf wenige Ausnahmen waren die Werte tadellos. Lediglich die üblichen Verdächtigen wie Zierkissen und Tagesdecke, da meist schlecht oder gar nicht zu reinigen, boten kleine Ausreißer. Selbst der Matratzenschutzbezug, in den meisten getesteten Hotels der Sündenfall, war hier einwandfrei. So wurde im bereinigten Durchschnitt ein Messwert von 561,60 KbE ermittelt, was der Hygieneklasse 1 entspricht und sensationell gut ist.</p>
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<p><strong>Check-Out</strong></p>
<p>Auch das kann bei einem Hotel-Test mal vorkommen: Eile aufgrund besonderer Umstände, die vom Tester zu verantworten sind. Der Check-out konnte deshalb nicht eingehend getestet werden. Damit entfällt dieser Punkt aus der Wertung.</p>
<p><strong>Das sagt das Hotel</strong></p>
<p>Was soll man schon sagen, wenn man gelobt wird? Management und Housekeeping haben sich über das Lob von Hotel-Betten-Test gefreut, sind in diesem Punkt aber auch sehr selbstbewusst. Das hat wohl damit zu tun, dass man um seine Stärken weiß. Nach Auskunft der Hausdame sind allein im Krønasår 88 Mitarbeiter/-innen mit dem Thema Housekeeping beschäftigt, hiervon 76 festangestellte und davon fast alle auch vollzeitbeschäftigte Reinigungskräfte. Das nennt man eine Hausmacht. Die fällt sicher nicht vom Himmel. Und dahinter steckt auch die Strategie, nichts dem Zufall zu überlassen. Hat vielleicht mit den Erfahrungen aus der Achterbahn zu tun. Auch dort geht es hoch her und trotz maximaler Fliehkräfte darf man sich unter keinen Umständen aus der Bahn werfen lassen. Zudem hat sich das Krønasår auch dem Hotel-Betten-Check im Internet gestellt und sich unter anderem für eine Aufnahme in den künftigen Hotel-Betten-Report qualifiziert.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wer es sich leisten kann, dem wird hier ein exzellentes Angebot für die Nachtruhe geboten und dies „nur“ in einem Vier-Sterne-Superior-Haus. Der Preissprung von einem Standardzimmer zur Suite wird hier nicht, wie meist üblich, nur über die Fläche und etwas mehr Möblierung gerechtfertigt, sondern mit einem tatsächlich höheren Niveau bei Bettausstattung und Schlafkomfort. Kleinigkeiten könnten (irgendwann) noch verbessert werden, doch wird hier in Summe eine besondere Leistung geboten, die mit Blick auf die vorzüglichen Hygienewerte, mit einem Clean-Sleeping-Award belohnt wird. Wir gratulieren!</p>
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<p><strong>Empfehlung</strong></p>
<p>Für das Hotel: So weitermachen, das Thema Nachhaltigkeit aber nicht aus den Augen verlieren. Für Gäste: Mehr Zeit mitbringen. Neben diesen vielen Betten soll es im Europa Park auch noch andere Attraktionen geben….</p>
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		<title>Zweite Heimat – erste Wahl</title>
		<link>https://cost-logis.de/2023/01/30/zweite-heimat-erste-wahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[blueman]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2023 10:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://cost-logis.de/?p=14212</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Autor Jens Rosenbaum ist Herausgeber, Journalist und Hotel-Betten-Tester.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://cost-logis.de/2023/01/30/zweite-heimat-erste-wahl/">Zweite Heimat – erste Wahl</a> erschien zuerst auf <a href="https://cost-logis.de">Cost&amp;Logis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Autor Jens Rosenbaum ist Herausgeber, Journalist und Hotel-Betten-Tester.</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="max-500 aligncenter wp-image-14227 size-full" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/tablebettentest.png" alt="" width="792" height="351" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/tablebettentest.png 792w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/tablebettentest-300x133.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/tablebettentest-768x340.png 768w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/tablebettentest-150x66.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/tablebettentest-696x308.png 696w" sizes="auto, (max-width: 792px) 100vw, 792px" /></p>
<p>Das Angebot eines Bettes ist bei allen Formen der Beherbergung gleich, dessen Beanspruchung aber vollkommen verschieden. Ob ein Geschäftskunde mit einer durchschnittlichen Verweilzeit von knapp zwei Tagen oder ein Feriengast mit einer Aufenthaltsdauer von über fünf Tagen ein Bett nutzt, ist ein entscheidender Unterschied. Hinzu kommen die Aufenthaltsdauer im Zimmer, mögliche Schmutzeinträge durch Ferienaktivitäten und andere Einflüsse, die die Ferienhotellerie vor ganz andere Aufgaben stellt als ein Businesshotel in der Frankfurter City. Daher wollte die Redaktion von Schlafen Spezial auch dieses Segment der Hotellerie einmal unter die Lupe nehmen und hat sich dafür die „Zweite Heimat – Das Strandhotel“ in Sankt Peter-Ording an der Nordsee ausgesucht. Direkt am Deich gelegen, quasi mit eigenem Strandzugang, wirbt dieses Haus damit, einen Wohlfühlort geschaffen zu haben. Wir wollten wissen, ob das auch für das Bett gilt und bringen, neben dem Sand, der dort bereits vor der Türe liegt, auch noch einen Hund mit ins Zimmer.</p>
<p><strong>Buchung &amp; Check-In</strong></p>
<p>Die Buchung erfolgte, wie immer, direkt auf den Online-Seiten des Hotels. Technisch, wie nicht anders zu erwarten, lief die Buchung ohne Probleme, enthielt aber leider keine Informationen zum Bett – außer, dass es sich um Doppelbetten handelt. Das ist minimalistisch und zudem schade, da sich das Angebot hier nicht zu verstecken braucht. Der Check-in verlief routiniert und zum Zimmer, das hier Stube genannt wird, wurde der Gast persönlich geleitet. Auch haben die Zimmer hier, neben einer Nummer, die etwas versteckt ist, einen Namen. Und so war der Name unserer Stube die der historischen Person Barne Hansen aus Sankt Peter-Ording, dessen Geschichte man im Zimmer nachlesen konnte. Das hat nichts mit dem Bett zu tun, schafft aber Nähe und Individualität. Dennoch, mehr Informationen zum Schlafangebot wären schön gewesen und sollten auch geboten werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-14214" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong>Ausstattung</strong></p>
<p>Die Stube Barne Hansen hatte bei einer Raumgröße von zirka 25 Quadratmetern ein offenes Bad, Sitzecke und mittig ein 2 x 1,8 Meter großes Bett. Eine kluge Raumaufteilung, auch durch den Möbelbau, sowie der Einsatz heller Möbel vermittelten ein hinreichend großes Raumgefühl. Das Bett bot, neben Zierkissen und einer Tagesdecke, pro Liegeseite jeweils zwei Kissen für den Schlafgebrauch. Je ein 50 x 60 Zentimeter großes Kissen mit einer Faserfüllung und je ein 40 x 70 Zentimeter breites Nackenstützkissen aus einer Kombination von Latex und Taschenfederkern. Dieses wurde auch extra mit einem Aufsteller am Bett beworben. Die Zudecke im gemessenen Format 120 x 200 Zentimeter hatte ebenfalls eine Faserfüllung. Die zirka 90 x 200 x 15 Zentimeter großen Matratzen waren aus Schaum. Der Bezug der Matratzen war abnehmbar und waschbar, zudem wurden Matratzenschutzbezüge verwendet. Die Matratzen selbst lagen auf einer Unterfederung aus Leisten, einem klassischen Lattenrost mit flexibel gelagerten Leisten. Alle eingesetzten Bettelemente wirkten neuwertig beziehungsweise sehr gut gepflegt – und wertig. Lediglich das Fehlen von Übergrößen und die Verstellbarkeit der Liegeflächen verhindern hier die volle Punktzahl. Auf den Hund warteten ein kuscheliges Hundebett und eine Futternapfstation.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-14215" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong>Schlafkomfort</strong></p>
<p>Obwohl die Schaummatratzen mit einer Höhe von lediglich 15 Zentimetern relativ flach sind, bieten sie zusammen mit der Unterfederung ein optimales Liegegefühl in Rücken- und Seitenlage. Da sieht man mal wieder, dass es nicht auf die Größe ankommt. Es ist das Zusammenspiel von Matratze und Unterfederung, was über den Liegekomfort entscheidet. Auch das Angebot des Nackenstützkissens als zweites Kissen, das hier zur Standardausstattung auf allen Zimmern gehört, ist lobenswert, rundet die anatomische Bettung des Gastes perfekt ab und machte das vorsorglich mitgebrachte private Nackenstützkissen überflüssig. Die Zudecke tat ihren Dienst, wenngleich das im Hochsommer bei um die 30 Grad nur schwer objektiv zu beurteilen ist. Das Bettklima war sehr gut, ein Wärmestau entstand nicht. Insgesamt ein nahezu perfektes Bett für das gebotene Format, in dem es sich nicht nur lange aushalten lässt, sondern was förmlich dazu einlädt, seine Erholung darin zu finden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-14216" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong>Hygiene</strong></p>
<p>Finden Hund, Sand, lange Verweilzeiten und andere Einträge eines Feriengastes, der bei knappem Raumangebot im Zimmer schnell das Bett buchstäblich zum Mittelpunkt seines Aufenthalts macht, auch dort ihren Niederschlag? Dieser Frage der Hygiene wollte Schlafen Spezial, neben dem Schlafkomfort, bei diesem Test nachgehen. Antwort: Bei der „Zweiten Heimat – Das Strandhotel“ findet dies keinen messbaren Niederschlag. Sowohl die optische Darbietung als auch die gemessenen Werte zeugten von einwandfreier Hygiene. Lediglich die üblichen Verdächtigen, wie die Zierkissen und die Tagesdecke, bildeten hier, wie so oft, die Ausreißer, siehe dazu auch „Wie sauber sind Hotel-Betten?“ in Check up 2022. Doch selbst mit diesen landet die „Zweite Heimat – Das Standhotel“ mit einem gemessenen Durchschnittswert von 1.897 KbE , in der Kategorie Clean-Sleeping (Hygieneklassen I und II). Ohne diese optischen Zutaten auf dem Bett würde der Wert sogar auf 1.231 KbE sinken und wäre nur noch einen Wimpernschlag von einem Clean-Sleeping-Award entfernt. Der hier eingesetzte Matratzenschutzbezug war, anders als branchenüblich, ausgesprochen gepflegt und sauber und gereicht dem Produkt, anders als sonst, nicht zum Nachteil. Vor dem Hintergrund erschwerter Bedingungen darf diese Leistung als exzellent bezeichnet werden und gibt die volle Punktzahl.</p>
<p><strong> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-14217" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/5_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></strong></p>
<p><strong>Check-Out</strong></p>
<p>Der Vorgang lief routiniert, aber ohne gezielte Frage nach der Nachtruhe. Das war schade, denn sonst hätte der Gast nochmal auf das Bettenangebot hingewiesen werden können, was hier schon besonders ist. Das wäre also ausbaufähig.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-14218" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/2_halb_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /> </strong></p>
<p><strong>Das sagt das Hotel</strong></p>
<p>Nachdem der Kontakt zur Direktion einmal hergestellt war, was einige Anläufe bedurfte, in der Ferienzeit und damit Hauptsaison durchaus aber mal passieren kann, wurden alle Fragen von Direktorin Herbers. So war zu erfahren, dass man sich bei der Einrichtung zum Bett seinerzeit extra hat beraten lassen und auch selber getestet wurde. Zudem wurde in den vergangenen acht Jahren der Nutzung vieles schon wieder erneuert, also beständig in das Betten-Inventar investiert. Beim Housekeeping gibt es einen Mix aus Eigen- und Fremdpersonal. Für die Zimmerreinigung existieren keine Zeitvorgaben. Das Hygienekonzept ist umfassend und berücksichtigt alle Elemente des Bettes, auch hinsichtlich dessen Funktion.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die hier dargebotene Leistung ist vorbildlich und übertrifft die Erwartung, besonders bei der Hygiene. Dem Hotel-Bett wird hier besondere Beachtung geschenkt, was buchstäblich zu spüren und zu messen ist. Verbesserungen sind allenfalls im Randbereich, siehe Aspekt Ausstattung, oder der Gäste-Kommunikation zu finden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-14219" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2023/01/4_halb_betten-1.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong>Empfehlung</strong></p>
<p>Wer ein gutes Konzept hat, muss nichts ändern. Daher beschränkt sich die Empfehlung lediglich auf den Hinweis, im Rahmen einer aktuell laufenden, baulichen Erweiterung zu prüfen, ob in den neuen Stuben, die den Gästen ab 2024 zur Verfügung stehen, nicht auch Übergrößen angeboten werden sollten. Sofern es das Raumkonzept zulässt, wären Betten in der Länge 210 oder 220 Zentimeter schön, da ab einer Körpergröße von 180 Zentimetern der Schlafkomfort ebendiese längeren Betten benötigt. Passend dazu dann auch die Zudecken in Komfortgröße. Und sofern es über die Stubenrate finanzierbar ist, wäre eine elektrisch verstellbare Unterfederung der Einstieg in das Luxussegment, damit aber auch eben nur nice-to-have. Sonst kann man dem Hotel „Zweite Heimat – Das Standhotel“ zu seinen Wohlfühlbetten nur gratulieren. Und dem Hund, ganz nebenbei, hat sein Hunde-Bett auch gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://cost-logis.de/2023/01/30/zweite-heimat-erste-wahl/">Zweite Heimat – erste Wahl</a> erschien zuerst auf <a href="https://cost-logis.de">Cost&amp;Logis</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hat Airbnb ein Hygiene-Problem?</title>
		<link>https://cost-logis.de/2022/10/12/hat-airbnb-ein-hygiene-problem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[blueman]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2022 17:49:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Hotel-Test]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Autor Jens Rosenbaum ist Herausgeber, Journalist und Hotel-Betten-Experte. Die Studie über Hotel-Betten, die seit 2018 läuft und über die regelmäßig berichtet wird, wirft regelmäßig auch einen Blick jenseits der klassischen Hotellerie. Überall dort, wo Gästen gegen Entgelt eine Übernachtung geboten wird, werden die Angebote stichprobenartig geprüft. Denn wer auch immer im Markt der Beherbergung aktiv...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Autor Jens Rosenbaum ist Herausgeber,</em> <em>Journalist und Hotel-Betten-Experte.</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-13985 size-full" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g1.png" alt="" width="626" height="382" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g1.png 626w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g1-300x183.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g1-150x92.png 150w" sizes="auto, (max-width: 626px) 100vw, 626px" />Die Studie über Hotel-Betten, die seit 2018 läuft und über die regelmäßig berichtet wird, wirft regelmäßig auch einen Blick jenseits der klassischen Hotellerie. Überall dort, wo Gästen gegen Entgelt eine Übernachtung geboten wird, werden die Angebote stichprobenartig geprüft. Denn wer auch immer im Markt der Beherbergung aktiv ist, sollte sich am Machbaren messen lassen. Schlaf ist zu wichtig, um die Qualität des Bettes dem Zufall zu überlassen. Und ein zahlender Gast hat Anspruch sowohl auf eine Leistung, die seiner Gesundheit nicht abträglich ist, sondern auch auf eine Leistung, die nicht völlig jenseits des allgemeinen Standards liegt. Daher wurden bislang nicht nur mobile Betten geprüft, wie zum Beispiel das Bett in einem Schlafwagenabteil der SBB (Schweizerischen Bundesbahn), sondern auch private, wie bei Airbnb.</p>
<p>Airbnb behauptet von sich, alternative Reiseerfahrungen zu bieten. Lokal und authentisch, für das besondere Urlaubserlebnis, aus der Perspektive eines „Locals“. Wir wollten natürlich wissen, was das für das Bett bedeutet. Im Zeitraum 2019 bis 2022 wurden daher, mit einer durch Corona bedingten Pause, mehrere Airbnb-Angebote unter die Lupe genommen und drei davon – in Hamburg, Hannover und Krefeld – auch auf Hygiene getestet. Dabei wurden stets ganze Wohnungen gemietet und nicht einzelne Zimmer. Die Kosten für eine Übernachtung lagen in den hier vorgestellten Tests bei 425,15 Euro, 244,55 Euro und 135 Euro, ohne Mehrwertsteuer – da ja nicht gewerblich. Die folgende Bewertung wird ihren Schwerpunkt in der Hygiene haben. Dafür wurden aus den Testergebnissen Durchschnittswerte gebildet und diese mit dem Durchschnitt der Hotellerie verglichen.</p>
<h2>Buchung &amp; Check-in</h2>
<p>Bei Airbnb kann nur über deren eigene Plattform im Internet gebucht werden, wozu auch eine App auf dem Handy zu installieren ist. Da fängt die Kundenbindung schon mal an. Anders als bei einer Buchung in einem Hotel muss man sich hier als künftiger Gast aber erstmal mit allen relevanten Daten, Ausweispapieren und einem persönlichen Foto registrieren. Airbnb weiß also alles über seine Gäste – und kann vermutlich auch die komplette Kommunikation mit dem Gastgeber mitlesen. Denn auch die erfolgt ausschließlich über diese Plattform. Die Wohnungen sind vernünftig beschrieben sowie bebildert und die Gastgeber, die bei Anfragen fast binnen Minuten antworten, geben bereitwillig Auskunft. Buchung und Buchungsbestätigung erfolgen also ausschließlich über diesen Kanal. Das ist schon sehr gut gemacht, zumal sofort eine persönliche Beziehung aufgebaut wird. Die meisten Gastgeber fragen auch nach, was Sie noch tun könnten, um den Aufenthalt angenehm zu gestalten. In der Kommunikation ist Airbnb schon eine Klasse für sich. Beim Thema Bett reduzieren sich zwar die Möglichkeiten, doch die Bemühungen der Gastgeber:innen sind schon beeindruckend.</p>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13469" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/4_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/4_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/4_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/4_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h2>
<h2>Ausstattung</h2>
<p>Die Beschreibung „alternative Erfahrung“ trifft es sehr gut, da die Gastgeber das Thema Bett sehr individuell interpretieren und es keinen Standard gibt. Tendenziell ist Box-Spring weniger zu finden, eher Matratze mit einer Unterfederung wie dem klassischen Lattenrost, was in privaten Haushalten auch zu achtzig Prozent vorherrschend ist. Aber auch eine Matratze auf Europaletten wurde vorgefunden. Von üppig und verspielt bis hin zu nüchtern und reduziert ist alles möglich. Die Kunst des Betten machens, wie in der Hotellerie üblich, ist hier aber unbekannt. Das sah überall etwas flüchtig aus, sagen wir mal pragmatisch. Auffallend war auch in allen untersuchten Einheiten ein gewisser Verschleiß. Beispiele: Eine Matratze mit nur einer Hälfte vom Matratzenbezug, Löcher in Bezügen, optische Flecken in der Wäsche oder dem Laken. Ob dies das Resultat einer intensiven Nutzung durch die Gäste ist (eher nicht, denn alle Objekte machten nicht den Eindruck einer hohen Gästefrequenz), oder der Gastgeber hier in seiner zu vermietenden Zweitwohnung seinem alten Bett eine zweite Laufzeit gönnt, lässt sich hier nicht beantworten, aber es führt zu Abzügen in der Bewertung.</p>
<p>von <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13470" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/1_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/1_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/1_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/04/1_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>bis <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13131" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/2_halb_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/2_halb_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/2_halb_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/2_halb_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h2>Schlafkomfort</h2>
<p>Auch hier gilt das Prinzip, vor Überraschungen nicht sicher zu sein. Auf Europaletten, auch wenn Sie der Norm EN 13698-1 entsprechen, schläft es sich mit einer Matratze eben deutlich ungemütlicher als auf einem hochwertigen Lattenrost. Aber vom Grundsatz ist fast alles möglich und wurde in dieser Bandbreite auch erlebt.</p>
<p>von <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13128" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/1_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/1_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/1_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/1_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>bis <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13134" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h2>Hygiene</h2>
<p>Wie in der Kommunikation ist Airbnb auch in der Hygiene eine Klasse für sich. Hier aber am anderen Ende der Skala. Bei den analysierten Durchschnittswerten liegt Airbnb bei allen vorgefundenen Untersuchungsgegenständen, mit Ausnahme bei der Unterfederungen (Lattenroste sind leichter zu reinigen und verschmutzen auch nicht so schnell), deutlich über dem Durchschnitt der Hotellerie – und ist damit signifikant unhygienischer. Selbst bei einem so einfach zu reinigenden Gegenstand wie der Toilettenbrille, wo es nur eines sauberen Lappens und Desinfektionsmittels bedarf, werden nicht annähernd die Werte wie in der klassischen Hotellerie erreicht. Die vorgefundenen Werte passen so zum visuellen Eindruck, den ein nicht perfekt gemachtes Bett schnell ausstrahlt, ebenso wie die Flecken und Haare, die in allen Betten vorgefunden wurden. Auch in der privaten Vermietung kommen Matratzenschutz- oder Schonbezüge zum Einsatz, schaffen aber auch hier keinen Nutzen, sondern verschlimmern nur die Hygiene. Der Blick auf die Tabelle erspart das Aufzählen der einzelnen Positionen, verdeutlicht aber, das hier von einer eigenen Hygieneklasse gesprochen werden muss, die mit einem Durchschnittswert von 6.850 KbE die neue Klasse sechs befüllt. Sechs wie ungenügend. Denn es ginge ja besser, wie die professionellen Hotels vormachen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13126" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h2>Check-out</h2>
<p>Zur DNA bei Airbnb gehört die Kommunikation mit dem Gastgeber, dem „Host“. Diesen informiert man über seine Abreise und in der Regel fragen alle direkt nach, ob alles in Ordnung gewesen sei. Und Airbnb selbst schaltet sich ein und bittet um eine Bewertung seines Gastgebers, bevor dieser dann seine Bewertung über den Gast abgibt. Und das Thema der gegenseitigen Bewertung wird auch sehr hartnäckig verfolgt. Hier ist also der Kunde nicht König, sondern lediglich Gast, der sich zu benehmen hat. Und falls nicht, dann erfahren es vermutlich alle anderen Gastgeber, wo man künftig für eine Übernachtung nachfragt. Denn die abgegebenen Bewertungen gehören dann auch zur einsehbaren Historie eines jeden Gastes. Das ist schon beeindruckend, aber auch etwas nervig, denn wehe, man gibt seine Bewertung nicht ab. Aber immerhin, man hätte als Gast hier die Möglichkeit auf Mängel beim Bett hinzuweisen, ohne dass diese Informationen gleich wieder versickern, wie das bei einer klassischen Hotelrezeption bisweilen der Fall sein kann.</p>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13134" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/4_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h2>
<h2>Das sagt Airbnb</h2>
<p>Wie immer vor der Veröffentlichung eines Tests wurde auch hier um die Beantwortung von Fragen gebeten, aber nicht bei den Gastgebern, sondern direkt bei Airbnb. Schließlich verantwortet Airbnb was bei den Gastgebern vor Ort geschieht, denn die Vorgaben kommen von oben. Und alles läuft unter der Marke Airbnb, ebenso die Quittung. Dann sollte der Anbieter auch verantwortlich für das Produkt sein. Dazu wurde per Mail die Presseabteilung bemüht. Von dort kam auch gleich eine Rückmeldung. Es wurde aber nur rückgefragt, um welche Gastgeber:innen es sich bei den Tests gehandelt hat und es wurde darauf hingewiesen, wo für Gastgeber Informationen hinsichtlich Ausstattung und Hygiene zur Verfügung stehen. Sonst gab es, bis Redaktionsschluss, keine weiteren Auskünfte. Und ja, es gibt ausführliche Hinweise zum Thema Reinigung auf den Internetseiten von Airbnb. Es gibt eine Übersicht über Reinigung und Reinigungstechniken, inklusive Videos, es gibt Checklisten und Informationen über Reinigungsmittel sowie -services. Das ist alles gut gemacht und deckt grob auch alle Bereiche ab. Aber reicht ein 3 Minuten und 48 Sekunden langes Video aus, um zu ersetzen, was ein professionelles Housekeeping über Jahre lernt? Und was taugt „Das Reinigungshandbuch von Airbnb &#8211; Deine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum erweiterten Reinigungsprotokoll von Airbnb“ (36-seitig, allerdings großzügig gestaltet, mit viel weißen Flächen und noch größeren bunten Bildern), wenn es vielleicht keiner liest? Denn die Nachfrage bei einem Superhost &#8211; „Superhosts sind erfahrene, herausragend bewertete Gastgeber:innen, die ihren Gästen großartige Aufenthalte bieten“- machte deutlich, dass zumindest nicht jeder Kenntnis von diesem Informationsangebot hat. So gab es von dort auf die Frage, ob es Vorgaben zur Bettausstattung gebe, die Antwort: „Seitens Airbnb gibt es hierbei gar keine Vorgaben. Solange du alle Angaben in deinem Inserat korrekt machst, kannst du nahezu jede Art von Unterkunft und Ausstattung inserieren.“ Und auf die Frage nach Vorgaben zur Reinigung: „Reinigung und Bett-Hygiene spiegeln sich natürlich in den Bewertungen wider, sollte diese nicht angemessen sein. Bedeutet Bettwäsche wechseln nach jedem Gast solltest du auf jeden Fall.“ Und wer hier kritisch liest, der wird wahrnehmen, dass „solltest“ eher nach kann, denn nach muss klingt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-13984 size-full" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g2.png" alt="" width="808" height="548" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g2.png 808w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g2-300x203.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g2-768x521.png 768w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g2-150x102.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/10/g2-696x472.png 696w" sizes="auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px" /></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Airbnb stellt seinen Gastgebern Informationen zur Verfügung, wie eine Reinigung erfolgen sollte. Ob und wie diese dann wahrgenommen und befolgt werden, wird aber nicht kontrolliert. Dabei werden in den Quittungen von Airbnb explizit Reinigungsgebühren ausgewiesen. Im Falle einer zwei-Zimmer-135-Euro-Anmietung waren dies 45 Euro, bei einer großen, drei-Zimmer-425 Euro-Altbauwohnung sogar 95 Euro, zuzüglich 61,15 Euro Servicegebühren, was sich dann mit der eigentlichen Miete auf jene 425,15 Euro aufsummiert. Da wird also richtig Geld für die Reinigung genommen. Aber mit welchem Ergebnis? Beim Bett spiegelt sich das auf jeden Fall nicht wider. Dabei darf den Gastgebern kein Vorwurf gemacht werden. Sie haben ihre Wohnungen zum Teil sehr liebevoll eingerichtet und sind zumeist sehr bemüht. Vom Fach aber sind sie nicht. Mal nebenbei Vermieter werden zeigt hier also Grenzen auf, wenn es um so etwas wichtiges wie das Bett und dessen Hygiene geht. Und ja, drei auf Hygiene getestete Airbnb-Wohnungen sind statistisch dünn und taugen nur als Tendenzaussage. Aber bei den bislang mehr als 100 getesteten Hotel-Betten waren auch nur drei Maritim-Hotels. Da war sicherlich weniger alternatives, sondern eher ein Retro-Reiserlebnis zu erfahren. Dafür würden dort alle das Clean-Sleeping-Zertifikat bekommen, was den Hygieneklassen 1 und 2 vorbehalten ist, denn die waren alle blitzsauber. Dieser Unterschied ist kein Zufall. Denn in der klassischen Hotellerie ist das Housekeeping Teil der DNA. Dieses ist (zumeist) ausgebildet und richtig ausgestattet, hat tägliche Routine und wird auch kontrolliert. So liebevoll die Betten auch gestaltet sein mögen, die Chancen auf eine negative Reise-Erfahrung bezüglich der Betten sind riesengroß, besonders aufgrund der Hygiene.</p>
<h2><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-13126" src="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten-300x65.png" alt="" width="300" height="65" srcset="https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten-300x65.png 300w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten-150x33.png 150w, https://cost-logis.de/wp-content/uploads/2022/01/0_betten.png 303w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h2>
<h2>Empfehlung</h2>
<p>Das Konzept Airbnb macht eine Kontrolle jedes einzelnen Gastgebers unmöglich. Das wäre aber erforderlich, um einen Hygiene-Standard einzuführen und durchzuhalten. Damit wäre dieses Problem eines, das sich nicht lösen lässt. Daher kann sich die Empfehlung nur an die Gäste richten, die sich hinsichtlich ihrer Chancen zu entscheiden haben. Entweder eher alternatives Reiseerlebnis &#8211; oder lieber saubere Betten.</p>
<p>Und der Hotellerie kann empfohlen werden, sich das eine oder andere bei Airbnb abzuschauen. Wie man zum Beispiel seine Zimmer vermieten sollte, indem die Leistungen transparent aufgezeigt werden. Wie man zwischen reiner Zimmerrate, Reinigung und anderen Leistungen differenziert. Auch in der Hotellerie sollte der Gast wissen, wie sich eine Leistung zusammensetzt. Dies könnte Spielräume schaffen, auch mal die Rate zu entwickeln.</p>
<p>*Die Differenz beim Leitungswasser von 2 KbE ist vernachlässigbar, da unerheblich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://cost-logis.de/2022/10/12/hat-airbnb-ein-hygiene-problem/">Hat Airbnb ein Hygiene-Problem?</a> erschien zuerst auf <a href="https://cost-logis.de">Cost&amp;Logis</a>.</p>
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