Samstag, Mai 21, 2022
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„Zeitenwende in Sachen E-Mobilität“

Die Bundesregierung möchte die Elektro-Mobilität im Deutschland massiv voranbringen. Als Anreiz hat sie die Kaufprämie für private E-Fahrzeuge auf bis zu 9.000 Euro verdoppelt. Doch ohne flächendeckendes Netz an Ladestationen ist der Radius eines E-Autos begrenzt. Daher hat der Bund im Oktober die Förderung von privaten Ladestationen beschlossen. Eine Entwicklung, die beim Unternehmen Wirelane auf großen Zuspruch stößt. 

Der 2016 gegründete Full-Service-Provider für Elektromobilität bietet Software- und App-Lösungen sowie eigens entwickelte Ladestationen an – als Einzel- und Doppelstele, zur Montage an Laternen und an Wänden. Um die Infrastruktur an Ladestationen auszubauen, ist die Hospitality-Branche in den Fokus gerückt, berichtet Hakan Ardic: „Ladestationen sind in den Hotels noch sehr rar. Zudem ist die Branche ein guter Multiplikator.“ Der Vice President für Hospitality & Mobility von Wirelane: „Die vergangenen Monate haben wir genutzt, um Kontakte zu Hotelketten, Verbänden, Institutionen der Hospitality-Branche aufzubauen, uns zu vernetzen, unsere Lösungen vorzustellen, Förder-Möglichkeiten aufzuzeigen und über Bedenken zu sprechen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in Ladestationen zu investieren. Das Jahr 2020 ist in Sachen E-Mobilität eine Zeitenwende.“ 

Mobility-Experte Ardic schätzt, dass die Abdeckung der Ladeinfrastruktur in deutschen Hotels bei zirka zehn Prozent liegt. Es gibt also noch eine Menge Luft nach oben, aber auch zahlreiche Fragen, die sich Hotels und deren Interessensverbände in Gesprächen mit Wirelane stellen, wenn es um den Ausbau der Ladestationen geht. Zunächst einmal sind die von Wirelane entwickelten und in Deutschland hergestellten Stationen eichrechtskonform, mit genormten Steckersystemen ausgestattet und mit den in den Hotels gängigen CRM-Systemen kompatibel. Das Unternehmen bietet neben dem Einbau auch die Wartung, die Abrechnung für den Hotelgast und eine rund um die Uhr erreichbare Hotline an. „Für Hotels ist eine Ladestation ein zusätzliches Service-Angebot, von dem sie profitieren können“, sagt Ardic. „Heute ist die Ladestation in der hoteleigenen Tiefgarage vielleicht noch keine zusätzliche Einnahmequelle für das Hotel, aber definitiv in naher Zukunft“, ist der ehemalige Expedia-Manager überzeugt. Das Angebot eigener Ladestationen werde für Hotels ein Vorteil und eine zusätzliche Filterfunktion bei der Buchung. Nicht zu vergessen der „Nachhaltigkeitsfaktor“, der für immer mehr Gäste eine gewichtige Rolle spielt. „Die Gäste können ihr Auto aufladen, während sie schlafen“, veranschaulicht Ardic. Aktuell dauert das vollständige Beladen eines E-Autos an einer 11kw-Ladesäule je nach Modell zwischen 4,5 und 7,5 Stunden. Aber auch nach einer kürzeren Ladezeit können die Autos erst mal wieder fahren.

Für Ardic ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur vergleichbar mit dem heutigen WLAN-Angebot in Hotelzimmern. „Die Entwicklung bei den Ladestationen wird ähnlich rasant. Die Ladestation im Hotel wird ein Must-Have“, ist sich der Wirelane-Vertreter sicher. Trotzdem ist ihm bewusst, dass noch viel Aufklärung notwendig ist. Daher plant Wirelane in Kooperation mit einer auf das Thema spezialisierten, renommierten Kanzlei für das nächste Jahr „Roadshows, auf denen wir beispielsweise über technische Fragen, zur Sicherheit, zum Einbau und zur Ladeinfrastruktur sowie über steuerliche und rechtliche Aspekte und Fördermöglichkeiten aufklären und informieren“. Vorhaben, die nicht nur uneigennützig sind. Die Ziele des Unternehmens sind ambitioniert. Ardic: „Wir wollen in dem Segment Marktführer werden.“ „Sich rechtzeitig für die Zukunft rüsten“ sei in den Gesprächen mit Hotels und Hotelketten immer wieder ein zentraler Aspekt – ob nun beim Fünf-Sterne-Haus Schloss Elmau oder bei den Economy-Design-Hotels von Prizeotel, hat der Wirelane-Vertreter festgestellt und unterstreicht: „Der Elektro-Mobilität gehört die Zukunft. Die Technologie sorgt dafür, dass Fahrzeuge umweltfreundlich, leise und effizient unterwegs sind. Noch stehen den vielen Vorteilen des elektrischen Antriebs gewisse Herausforderungen gegenüber. Aber: Der Durchbruch wird kommen.“ 

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