Donnerstag, September 16, 2021
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„Hotelpreise müssen steigen!“

Kaum glimmt ein wenig Licht am Ende der achtwöchigen Fahrt durch die Corona-Finsternis, werden Forderungen nach einer Senkung der Hotelpreise laut. Firmenkunden durchlebten schließlich schwierige Zeiten.

Ist das ein logischer Zusammenhang? Geht es für die Unternehmen und Konzerne nicht in erster Linie um die Sicherheit, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter – um die Verantwortung, derer sich die Firmen auch sonst stets bewusst waren und sind? Nicht jeder Geschäftsreisende wird sich auf seinen Touren in Zukunft wirklich wohl fühlen. Viele sind verunsichert, haben Angst vor dem Virus, machen sich Gedanken. Sie nutzen öffentliche Bereiche, Zimmer, Bett und Bad und wissen nicht, wer dort zuvor genächtigt und wer das Zimmer wie gründlich gereinigt hat. 

Die Hoteliers müssen während der Pandemie also nicht nur krankenhausähnliche Hygiene-Standards etablieren, damit sich ihre Gäste wohlfühlen. Sie müssen diese Maßnahmen auch klar kommunizieren. Nur so verbreiten sich unter den Gästen Wohlfühlatmosphäre und Vertrauen. Und das kostet viel Zeit und Geld – für den Schutz der Mitarbeiter, für größere Mengen Reinigungsmittel, für mehr Zeit zur noch intensiveren Reinigung und für die Einführung von Abstandsregelungen. Gleichzeitig dürfen nicht alle Bereiche, mit denen sich im Hotel Umsatz generieren lässt, zu hundert Prozent genutzt werden.

Mit anderen Worten: Die Kosten schnellen in die Höhe, die Umsätze gehen zurück. Sinken dürfen die Hotelpreise deshalb auf gar keinen Fall! Im Gegenteil: Sie müssen steigen! Ansonsten dürfte es wohl kaum möglich sein, die neuen Auflagen zufriedenstellend zu erfüllen.

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