Mittwoch, Januar 19, 2022
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Branche erwartet Abbau von Bürokratie

Deutschlands Gastgeber beurteilen das zurückliegende Winterhalbjahr mehrheitlich positiv und sind trotz großer Herausforderungen optimistisch gestimmt. Das geht aus dem Branchenbericht Frühjahr 2019 hervor, den der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) veröffentlicht hat. Allerdings bleibe die Ertragslage der Betriebe angespannt.

Laut dem DEHOGA-Branchenbericht konnten 37,3 Prozent der Hotels von Oktober 2018 bis März 2019 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhen. Aber nur 26,9 Prozent der Betriebe gelang es auch, höhere Erträge zu erwirtschaften.

Für die Zeit von April bis September 2019 geht jeder zweite Hotelier (55,9 Prozent) und Gastronom (53,3 Prozent) von besseren Geschäften aus. Dank des positiven Konsumklimas und der anhaltenden Reiselust steuert die Branche auf das zehnte Wachstumsjahr in Folge zu. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der DEHOGA mit einem Umsatzplus von nominal 2,0 Prozent.

„Deutschland ist für Touristen wie Geschäftsreisende aus dem In- und Ausland attraktiv“, erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick (Foto). „Die heimischen Hotels und Restaurants überzeugen mit verlässlichem Service, hoher Angebotsqualität und einem außerordentlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung reiche eine starke Nachfrage alleine nicht aus. Auch die Politik sei gefordert. Zöllick: „Mit Blick auf die wachsenden Belastungen erwartet die Branche konsequenten Bürokratieabbau, eine Reform des lebensfremden 
Arbeitszeitgesetzes, fairen Wettbewerb durch gleiche Steuern für Essen sowie effiziente flankierende politische Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.“

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