Donnerstag, September 16, 2021
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„Steigender Wettbewerbsdruck“

Wie haben sich die Tourismusmärkte Berlin, München, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und Düsseldorf 2018 entwickelt und was ist zu erwarten? Diesen Fragen sind die Hotelimmobilien-Spezialisten von Christie & Co nachgegangen.

Für Berlin kamen sie auf ein in den letzten fünf Jahren um 10,7% gewachsenes Bettenangebot, die Zahl der Übernachtungen stieg im selben Zeitraum um 14,9%. Der RevPar kletterte 2018 gegenüber 2017 um 6,9% auf 79 Euro.

München hat mit rund 7% jährlichem Übernachtungswachstum die größten relativen Nachfragesteigerungen verzeichnen können. 2018 wurden 16,1 Millionen Übernachtungen registriert, die Hälfte davon machten ausländische Gäste aus. Der RevPar erhöhte sich im vergangenen Jahr gegenüber 2017 um 4,2% auf 96 Euro.

Beinahe zehn Millionen Übernachtungen stehen für Frankfurt zu Buche. Die Zahl der Betten wuchs auf über 50.000. Der RevPar ging verglichen mit 2017 um 2,5% auf 83 Euro zurück.

Hamburg musste die nationale RevPar-Führung wieder an München abgeben, weist mit 92 Euro (-2,5%) aber den zweithöchsten Wert der Top-6-Städte auf. Während die Bettenzahl in den letzten fünf Jahren um 21,4% gewachsen ist, stieg die Zahl der Übernachtungen um 20,1%. Die 12.000 Zimmer in der Pipeline werden den Wettbewerb weiter intensivieren. 

Auch Köln musste 2018 einen RevPar-Rückgang verkraften, verlor mit 82 Euro 4,8 Prozent – obwohl die Nachfrage in den letzten fünf Jahren durchschnittlich stärker als das Angebot (2,4% pro Jahr versus 0,3% pro Jahr) stieg. In den kommenden Jahren wird ein Zuwachs von 1.700 Zimmern auf dem Kölner Hotelmarkt erwartet.

In Düsseldorf ist das Bettenangebot in den letzten fünf Jahren um 12% gestiegen, die Zahl der Übernachtungen um 11,4%. Die Stadt ist ähnlich wie Köln vom Messezyklus abhängig. Dies führte 2018 zu einem RevPar-Minus gegenüber 2017 von 7,8% auf 76 Euro.

Der Analyse von Christie & Co folgend werden die Hotelkapazitäten in Deutschlands Metropolen auch dieses Jahr massiv wachsen. Lukas Hochedlinger (Foto), Managing Director Central & Northern Europe bei Christie & Co, geht angesichts dessen „von einem verstärkten Wettbewerbsdruck“ aus. Steigende Renditen oder erhöhte Sicherheitsleistungen seien jedoch „noch kein Thema.“

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