Montag, September 27, 2021
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Hotelinvestment in Europa: Deutschland hat die Nase vorn

Im dritten Quartal 2016 erreichte das Hoteltransaktionsvolumen in Europa rund 3,82 Milliarden Euro, wie die CBRE Group meldet. Im Vergleich zum dritten Quartal 2015 ist dies ein Rückgang um sechs Prozent. In den ersten drei Quartalen 2016 wurden damit 10,3 Milliarden Euro investiert (minus 34 Prozent). Der deutsche Hotelinvestmentmarkt ist weiterhin der größte in Europa. In Deutschland wurden im dritten Quartal 856 Millionen Euro umgesetzt (minus 38 Prozent); in den ersten neun Monaten insgesamt 2,83 Milliarden Euro (minus sieben Prozent). Mit einem Plus von 162 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2016 verzeichnete Spanien in der jüngsten Vergangenheit die deutlichste Zuwachsrate. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Immobilienberatungsunternehmen CBRE.

„In keinem anderen europäischen Land schrumpfte der Hotelinvestmentmarkt derartig deutlich wie in Großbritannien, was unter anderem auf die durch den Brexit ausgelöste Unsicherheit zurückzuführen ist. Hinzu kommt ein Mangel an Produkten, da die Verkäufer derzeit ihre hohen Preisvorstellungen nicht durchsetzen können und ihre – oft teuer eingekauften – Objekte daher lieber im Bestand behalten. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2015 ging der Markt in Großbritannien im gleichen Zeitraum dieses Jahres um 77 Prozent zurück“, sagt Armin Bruckmeier, Head of Corporate Hotels Brokerage Germany & CEE bei CBRE.

„In Zentral- und Osteuropa hingegen entwickelte sich der Hotelinvestmentmarkt mit einem Plus von 185 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2015 besonders dynamisch“, ergänzt Bruckmeier. Die beiden größten Transaktionen auf dem zentral- und osteuropäischen Markt in diesem Jahr waren der Verkauf des legendären Hotel Imperial in Wien mit 138 Zimmern von Starwood Hotels & Resorts an die Al Habtoor Gruppe aus Dubai sowie der Kauf des Hilton Hotels am Stadtpark Wien (579 Zimmer) von den beiden österreichischen Immobilienunternehmen BETHA Zwerenz & Krause und APM Holding an die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG.

„Während das Spitzenjahr 2015 in Deutschland durch zahlreiche Portfoliotransaktionen zustande kam, geht das noch immer hohe Transaktionsvolumen 2016 auf zahlreiche großvolumige Einzeltransaktionen zurück und unterstreicht die große Attraktivität des deutschen Hotelmarktes aus Investorensicht“, sagt Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany bei CBRE.

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