Montag, Oktober 3, 2022
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Digitalisierung – entscheidender Erfolgsfaktor im Revenue Management

Der Autor Rainer M. Willa ist CEO von HotelPartner Yield Management.

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die Hotellerie im operativen Geschäft umdenken muss. Der Wettbewerb hat sich verstärkt, für ein ausgewogenes Umsatz-/Gewinnergebnis ist agiles Management erforderlich. Die Zukunft liegt in vernetzten Plattformen, der Personalisierung von Angeboten und integrierten Lösungen – auch beim Revenue Management.

Revenue-Management-Prozesse wie Vertrieb, Channel Management, Rate Loading und Reporting müssen weitere Automatisierung erfahren. Denn die Faktoren für strukturiertes Revenue Management sind komplex, und viele Hotels haben noch immer nicht auf eine moderne, dynamische und jederzeit justierbare Preisstrategie umgestellt. Nur so kann mit Markttrends Schritt gehalten, können produktive Umsätze auch zukünftig gesichert werden.

Der passende strategische Ansatz und die richtigen Investitionen werden immensen Einfluss haben. Neben einer ausgefeilten Ratenstrategie muss vor allem die Online-Sichtbarkeit gesteigert werden, um eine zielgruppenspezifische Reichweite zu erzielen. Die visuelle Content-Erstellung, abgestimmt auf das richtige Targeting und umfangreiche Datenanalysen, dienen als Optimierungs-Grundlage.

Die Kombination mit Business-Intelligence-Tools ermöglicht, dass Angebote auf die individuellen Bedürfnisse potenzieller Gäste abgestimmt werden und die Gästebindung gestärkt wird. Pricing-Entscheidungen basieren auf Echtzeitergebnissen, Strategien können mittels stetiger Prognosen und Kontrollen ad hoc feinjustiert werden. Digitalisierung ermöglicht somit eine vereinfachte Datenerhebung, -analyse und -interpretation.

Einen qualifizierten Revenue Manager zu finden und diesen langfristig zu binden, ist eine echte Herausforderung. HotelPartner bietet hierzu eine Synergie aus Technologie, Service und Know-how, um Individualhotels und Hotelketten zu unterstützen, Marktveränderungen in den Griff zu bekommen und Zimmer bestmöglich zu verkaufen. Um für das jeweilige Haus das genau passende Servicelevel zu bestimmen, kann aus verschiedenen Servicepaketen gewählt werden.

Fazit: Die meisten ausgeklügelten Revenue-Management-Systeme sind allein nicht effektiv. Zudem muss darauf geachtet werden, dass der Hotelier nicht die gleichen Systeme verwendet wie seine Konkurrenten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass alle derselben Logik folgen und damit der Konkurrenzvorteil verloren geht. Zudem kommt es auf die zugeführten Daten, die eingestellten Algorithmen und auf das Know-how des Anwenders an. Gleiches gilt für BI-Tools. Wenn die Datenflut nicht richtig verstanden oder interpretiert wird, führt es zu falschen Entscheidungen und wenig strategischen Maßnahmen.

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