Freitag, August 12, 2022
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Mehr als 50 Milliarden Euro: Institutioneller Hotelmarkt durchbricht Schallmauer!

Der Marktwert investmentrelevanter Hotels in Deutschland ist 2016 gegenüber 2015 um 8,3 Prozent auf 51 Milliarden Euro gestiegen, wie Union Investment und bulwiengesa ermittelt haben. Ausschlaggebend dafür sei „die anhaltend rege Bautätigkeit neuer Hotels beziehungsweise Hotels garni“, die per Saldo (Neueröffnungen und Schließungen) zu einem Bettenwachstum in Deutschland von rund 0,7 Prozent geführt habe. Auch die Performance deutscher Hotels habe sich 2016 aufgrund gestiegener Zimmerauslastungen und wachsender Durchschnittsraten verbessert, was sich in höheren Werten niederschlug.

„Die Rahmenbedingungen für den heimischen Hotelmarkt sind nahezu ideal“, kommentiert Dierk Freitag, Bereichsleiter und Partner bei bulwiengesa. „Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland verbuchte 2016 das siebte Jahr in Folge touristische Zuwächse, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland.“

Als investmentrelevantes Angebot wurde von Union Investment und bulwiengesa ein Bestand von rund 376.600 Hotelzimmern ermittelt, die sich auf deutsche Klein-, Mittel- und Großstädte verteilen. Der durchschnittlich ermittelte Wert lag 2016 bei rund 135.600 Euro pro Zimmer (Vorjahr: 130.500 Euro).

2016 wurde ein neuer Rekordwert bei Hoteltransaktionen in Deutschland erzielt. Die rund 5,2 Milliarden Euro (inklusive Projektentwicklungen) entsprechen nun in etwa 10,2 Prozent des berechneten Marktvolumens (Vorjahr 9,3 Prozent). „Das Transaktionsvolumen wächst noch schneller als der Markt. Daran lässt sich ablesen, dass die Assetklasse Hotel bei Investoren immer beliebter wird“, sagt Martin Schaller, Leiter Asset Management Hospitality bei der Union Investment Real Estate GmbH.

Den Berechnungen nach stieg vor allem der Marktwert von Hotels in deutschen B-Städten, die zunehmend von Hotelketten betrieben werden. „In Bezug auf Wachstumsdynamik und Wertentwicklung könnte manche B-Stadt die A-Stadt von morgen sein“, sagt Dierk Freitag.

Das Marktwertmodell basiert auf Daten von Unternehmen, der öffentlichen Statistik sowie Hotelverbänden.

 

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