Donnerstag, Oktober 21, 2021
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Hotelimmobilien in Deutschland: Das „Hoch“ hält an

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erreichte in den ersten drei Monaten 2016 ein Transaktionsvolumen (Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens fünf Millionen Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschließlich in Deutschland. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von grenzüberschreitenden Portfolioverkäufen veräußert werden) von rund 720 Millionen Euro, und damit 22 Prozent mehr als im Referenzmonat 2015, wie Jones Lang LaSalle meldet. „Der deutsche Hotelinvestmentmarkt profitiert von den anhaltend soliden Leistungsergebnissen der Hotels sowie dem reichlich vorhandenen Kapital, das den Druck auf die Investoren weiter erhöht, ihre Engagements breiter zu streuen“, kommentiert Ursula Kriegl, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group, Germany.

Im ersten Quartal 2016 wurden 23 Transaktionen verzeichnet, im selben Quartal 2015 waren es 17. Die Top 3 Einzeltransaktionen kamen auf ein Volumen von knapp über 180 Millionen Euro. Dazu gehören auch der Verkauf der Villa Kennedy Frankfurt (Foto) an die GEG German Estate Group und die Veräußerung des Projekts Hyatt Place Frankfurt Airport an Union Investment. Im Rahmen eines „Sale- and Leaseback“ Deals hatte der Hotelentwickler Feuring einen 30-jährigen Pachtvertrag mit dem neuen Eigentümer abgeschlossen.

„Das erhöhte Interesse an Hotelentwicklungen ist sicherlich vor allem zurückführen auf die verbesserten Finanzierungskonditionen“, so Ursula Kriegl. Und weiter: „Insbesondere institutionelle Investoren beteiligen sich an solchen Investments. Ihre Suche nach geeigneten Objekten mit erfahrenen Betreibern, einer guten Marke und insbesondere auch langen Pachtverträgen wird zunehmend schwierig“. Sie bevorzugen neu zu verhandelnde, lange Laufzeiten der Pachtverträge.

Einziger reiner Hotelportfolio-Verkauf war Jones Lang LaSalle zufolge die Veräußerung von zwei im Bau befindlichen Hotels der Marken Hampton by Hilton und Wyndham Super 8 in Freiburg an einen von Patrizia verwalteten Hotelimmobilienfonds. Vier weitere Hoteltransaktionen wurden als Teil von „Mixed-Use“-Gebäuden gehandelt. Insgesamt konnte ein Volumen von knapp 170 Millionen Euro notiert werden, was einem Rückgang im Jahresvergleich von etwa 50 Prozent entspricht.

Bei 17 Transaktionen kamen deutsche Investoren zum Zug mit einem Volumen von zirka 580 Millionen Euro. Aktivste ausländische Investorengruppe bleiben französische Anleger – sie sind für drei Transaktionen mit einem Volumen von rund 70 Millionen Euro verantwortlich.

 

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